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Lulu und die Fettschnecken auf der Breslau 2012
Eine Prosa in acht Akten und neun Nächten :-)

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flashman
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BeitragVerfasst am: 10.07.2012 23:11:33    Titel: Lulu und die Fettschnecken auf der Breslau 2012
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Es war einer dieser Sommernachtsträume, die man jedes Jahr hat. Für uns einfach nur die gute alte Breslau Abenteuerrallye, bei der man nie wirklich weiss, worauf man sich einläßt.

Aber fangen wir am Anfang an, so etwa eine Woche vorm Start. In den letzten Monaten hatte unser Servicemann "Pico" unsere Lulu untenrum ziemlich verwöhnt. Alles war neu gemacht, gedichtet, gelagert und neu gefettet. Prächtig stand sie da, während die sommerlichen Regentropfen Ende Juni etwas an einen frühen Herbst erinnerten. Wir waren guter Dinge. Alles lief, nichts quitschte und auf den ersten Probefahrten hatten wir quasi immer einen Reifenschaden - Herrlich. Obskur
Ja, ganz so stressfrei waren also die Packtage doch nicht. Kein Grund, sich zu sorgen.

Um unser Platzproblem in den Griff zu bekommen, haben wir diesmal einen LKW gemietet. 7.5t mit Hängerkupplung. Den bauten wir dann mit all unseren Sachen zum Servicemobil aus. Werkbank, Schweissgerät, Wassertanks, Reifenmontiermaschine, Durckluftkompressor, Kleinteileschrank, Ersatzteil-Gitterbox und natürlich Kühlbox mit Fressalienbehälter, 360 Dosen Koks, Wasserflaschen, Bananen- und Birnensaft, etwas Cola und viel Malztrunk. Alles was der ambitionierte Rallyefahrer so brauchen kann. Inkl. einem Shit&Shower natürlich...Man will ja überall "sicher" sein. rotfl

Unsere diesjährige Servicecrew war fast die Selbe, wie im vergangenen Jahr. Ein eingespieltes Team, hoch zuverlässig und liebenswürdig. Menschen, mit denen man gerne ins Abenteuer aufbricht: Henning, Chris, Pico und natürlich unser Pressefotograf Olli. Olli war schon vorgefahren, Chris kam später nach. So starteten wir Donnerstag früh in Limbach Oberfrohna erst einmal nur zu viert. Ein kleiner Zwischenstopp in Dresden mar angesagt. Gerd Kastenmeier hatte zum Presstermin geladen, dazu gab es Schnittchen und Kaffee.

Lieber Gerd, nochmal werden wir das aber sicher nicht machen. Der MDR flog Dir uns Deinen Jungs um die Nase, wie Fliegen um den heißen Honig, alle anderen anwesenden Teams waren weniger als Statisten. Das muss man sich nicht wirklich geben. Als der Dresdener Sportwart dann noch hoch auf Eurem Auto die Fahne gewedelt hat, als sei Pippi Langstrumpf auf Takka Tukka Land eingefallen, konnten wir nur noch beschähmt auf den Boden schauen. War sicher nett gemeint, aber im Endeffekt verplemperte Zeit auf dem lagen Weg gen erstem Camp. Knuddel

Unser nächster Stopp führte uns nach Berlin. Dort holten wir von meinem Reisefahrzeug einen Ersatz-Satz Räder ab, fals unsere uralt Simex Dinger den Geist aufgeben sollten. Meine Mutter brachte uns noch Frühstücksspeck zum Braten und schon ging es weiter gen Grenze Kystrin. Der erste McDonalds wurde zwecks Nahrungsaufnahme besucht, dann über Bundes- und Landstraßen weiter gen Ziel. Irgendwo im Norden war dann aber Schluss. Ein schwerer Unfall blockierte die Strasse für Stunden und die Teilnehmer lernten sich schonmal kennen. Irgend jemand fand dann heraus, dass man den Unfall auf einem Feldweg umfahren können und so setzten sich Schwerlastzüge und PKW gleichermaßen in Bewegung. Irgendwann wurde es auch uns zu bunt und wir taten es den meisten anderen gleich. Eine "nette" Erfahrung, wenn man im LKW zug mit Anhänger einen Feldweg fährt und einem Busse und andere dicke LKW Brummer entgegen kommen. Obskur

Camptime - Wie immer war die Anfahrtsbeschreibung im Kern Käse und erst die Eingabe der Koordinaten führte zum echten Ziel. Das Camp war weitläufig und in unserer Ecke sehr schön. Olli hatte alles vorbereitet, wir brauchten nur noch die diversen Zelte aufbauen und ins Bett hupfen. Netterweise campen neben uns Richard86 + Team und Daniel Vetters Team aus der Schweiz - eine alte hoch geschätzt Rallyefreundschaft.

Freitag - Sonnenschein - Irgendwo im Norden von Polen.
Es war noch ein Tag Zeit. Ich trieb mich lange im Orga-Truck rum und passte zusammen mit den kollegen die Timing Software weiter an. Das kostete viel Zeit. Vorher durchliefen wir noch schnell die technische Abnahme und Anmeldung, damit wir auch startfertig sein würden. Und um 20.00 Uhr ging das alljährliche Rookitreffen los. Wie immer dufte locker fluffig und mit gratis Koks (Energydrink) für alle YES


So schnell kann ein Tag vorbei sein. ich erfreute mich noch an einem großen Salat, den mir meine Jungs aus der örtlichen Pizzeria organisiert hatten.

Samstag - Prolog und erste Etappe auf einmal.
Der tag, auf den wir so lange hingefiebert hatten - Time to Race. Der Prolog bestand aus einem verwinkelten rundkurs direkt am Camp auf weichem Sand und auch etwas Beton. Viele Senken und Hügel waren eingebaut und es galt lediglich, drei Runden zu fahren.
Bei der Startaufstellung ging uns wie üblich das Herz in die Hose. Um schnell zu sein, sollte man als erster vom Start weg kommen. Würde Lulu das schaffen? Wir starteten unsere Kameras in Heck und Front, warteten auf den Startschuss. Endlich war es soweit, die Startflagge fiel, Lulus Herz brüllte lautstark durchs Camp und ca. 3 Tonnen Metall ud Mensch setzen sich in Bewegung. Es dauerte nur wenige Sekunden, bis wir das Viererfeld anführten. Grafe gab alles und scheuchte unser Mädel (Lulu) mit Vollgas über den Parcours und so flogen und hopsten wir wie ein schwangerer Pinguin von Loch zu Loch, slideten auf glatten Beton um die Kurven und nach etwa drei Minuten war die erste Runde absolviert. Eigentlich ein doofes Timing, denn vor uns war nunmehr direkt die nächste Starteraufstellung losgefahren und direkt vor uns. Kein Pardon und 7 bar auf der Drucklufthupe sorgten dafür, dass wir auch diese vier Teilnehmer umgehend überholen konnten und nach vorne wieder freie Fahrt war. Supi

Nach etwa 10 Minuten (wir wollen anhand unseres Videos mal prüfen, ob die Zeit wirklich stimmt) erreichten wir freudestrahlend und auch -kreischend das Ziel. Ein fast perfekter Lauf - Alles hatte gehalten, wir hatten alle nur möglichen Fahrzeuge überholt und der Motor war grade bei 80° angekommen. Ein herrliches Gefühl und eine unglaubliche Erleichterung. Alleine dafür hatte sich die ganze vorherige Entwicklung, die vielen Stunden Arbeit, Schweiss und blutige Arme schon gelohnt. Dabei war es nur der Prolog.. Love it

Etwa drei Stunden später ging es dann los in die erste Etappe. 44km schnelle Waldwege mit viel Schlamm darauf, ein Kompasskurs, ein Sumpfloch. Ich machs kurz: 2. Platz YES
Wir waren rattenschnell (gibts ein Video von), haben halbwegs gut navigiert, Patrick ist elfengleich gefahren, die Winde hat uns astrein aus dem einen Loch gezogen. Die Freude im Team nach Bekanntgabe des Ergebnisses läßt sich nicht in Worte fassen. Wir haben einfach in den Abend gefeiert und Gott einen guten Mann ein lassen.

Wir reichen Videos und Bilder nach. Lulu brauchte nur eine Scheibenreinigung und wir ließen das Dämpfersetup nochmals feiner einstellen. Diese oder letzte Nacht gabs dann auch ein fettes Gewitter - Der gute Mann wollte wohl mit Pauken und Trompeten mitfeiern rotfl

Pics von Olli deluxe:








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1. Offroader:
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3. 50ccm
BeitragVerfasst am: 10.07.2012 23:44:35    Titel:
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schöne bericht

YES


Respekt
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veah1122
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1. Mercedes G 270CDI
BeitragVerfasst am: 11.07.2012 09:49:35    Titel:
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Ach ja, seufz. Ich freue mcih auf den nächsten Teil. YES

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Stefan110
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BeitragVerfasst am: 11.07.2012 12:19:59    Titel:
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Immer wieder herrlich, Deine Berichte zu lesen!
YES YES YES YES

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Grüße aus dem Odenwald
Stefan

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flashman
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BeitragVerfasst am: 11.07.2012 14:25:30    Titel:
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Wir schreiben Sonntag, den 1. Juli 2012. Nach einer stürmischen Nacht geht es heute in die zweite Etappe. Entspannte 150km stehen auf dem Programm, die sich in drei Wertungsprüfungen aufteilen. Da wir gestern relativ gut unterwegs waren, ging es heute auf Platz zwei in die Strecke. Lulu sah wieder sauber aus und lief wie ein Uhrwerk in Öl. Das Wetter spielte auch mit und wir konnten die Sonne gut genießen. henning kredenzte uns ein Frühstück der Extraklasse, dass wir mit dem Kastenteller Frühstücksmeier kombinierten. Supi
Inzwischen war Nachts auf Chris (Anthrax) eingetroffen und bereit für jedes Späßchen. Hau mich, ich bin der Frühling

Doch heute sollte es anders kommen anders als geplant. Teil A und Teil B absolvierten wir relativ gut. Wobei "relativ" auch hier mit einem Augenzwinkern zu verstehen ist. Gleich zu Beginn des ersten Teilstücks hab ich mich vernavigiert. Schande über mein Haupt und Grafe scheltete mich auch zu Recht. Um die Strecke wieder zu finden, drehten wir um und fuhren zum letzten sicheren Ausgangspunkt. Die Idee mag gut klingen, birgt in der Praxis aber Risiken, wenn man doch "einige schnelle Teams" hinter sich hat. So begab es sich, dass wir auf einem 2.5m breiten Waldweg, der auf einer Seite durch Wald und auf der anderen durch einen Zaun begrenzt war, auf Martin Hähle und sein Fahrzeug trafen. Stellt Euch mal vor, wie es aussieht, wenn zwei Schiffe miteinander leicht versetzt in voller Fahr kollidieren. Ja, genau das geschah dann auch. Wir hatten beide exakt eine Sekunde, aber es war zu wenig Raum und so machte es Ratsch und wir schlitterten in- und aneinander vorbei. Kurzer Blick nach hinten. Nur Blechschaden, ein Winken, weiter gings. Es folgte ein Kompasskurs und ein weiterer desaströser Navigationsfehler. Obwohl wir punktgenau am Bunker als Ziel eines Kurses standen, wollte laut Roadbook so wirklich gar nichts passen. Andere hatten das gleiche Problem und so drehte sich ein großer Pulk aus Motorradfahrern, Quads, SbS und PKWs im Kreis - Auf der Suche nach dem richtigen Weg. Andere sahen ihn scheinbar zweifelsfrei sofort und fuhren, wie wir später bemerkten, richtig. So auch Richards Pinzgauer. Respekt Jungs und Danke für die Anstupshilfe.

In Teil A, der uns bisher Zeit gekostet hatte, die nicht nötig gewesen wäre, folgte eine kleine Gemeinheit der Orga. Eine Strecke wurde doppelt gefahren und wer Spuren folgte, verpasste CPs. Wir waren wieder fix unterwegs. So fix, dass Lulu direkt einen Baum ins Jenseitsbeförderte. Der stand unbeteiligt hinter einer Schlammsenke und dank Lenkproblemen auf Glitschgrund, rasten wir voll rein. Obskur

Wir beendeten Teil A im Mittelfeld und Grafe packte auf der Überführung schon die Peitsche aus. Ich hatte heute zurecht Mist gebaut und navigiert, als sei ich betrunken oder rollig. Ok, ich geh dann lieber

Teil B waren nur 30km. Das war schnell erledigt und eigentlich gibt es da auch nicht viel zu erzählen. Halbwegs entspannt, hatten wir hier wieder eine Top-Zeit und erreichten den Start zu Teil C als einer der ersten. S war Zeit, mit Martin Hähles Team, Gerd Kastenmeier etc noch etwas im Wald zu plaudern.

Teil C - Schluss mit lustig. Direkt nach dem Start ging es steil bergab auf einen kleinen Fluss zu, der an seinen Ufern einen sumpfigen Untergrund gebildet hatte. Hier nahmen wir die rechte Spur ... Und aus die Maus. Lulu saß vorne und hinten mit den langen Überhängen auf. Beim Rauswinchen nach vorne, riss erst das 10mm Windenseil, dann riss der dynamische Bergegurt und zerstörte einen Zusatzscheinwerfer explosionsartig, dann riss das hintere Windenseil und ein Mog fuhr sich beim versuch, uns rückwärts rauszuziehen, fast selber komplett fest.

Bisserl aussichtslose Lage. Wir sammelten unsere Kräfte (an dieser Stelle ein dickes Dankeschön an den netten Fotografen für die Wasserflasche) und befestigten hinten unser statisches 12mm Dyneema bergeseil. Der rote Mog von Mutti Marino war zur Hilfe bereit und riss uns in etlichen Anläufen endlich raus. Bis dahin waren sicher anderthalb Stunden vergangen...Rein vom gefühl her. Wir umfuhren das Loch und bekamen abermals zwei Strafstunden. Und da wir keine Windenseile mehr hatten, ließen wir einen Moor-CP auch aus (wir wollten fairerweise nicht blind reinfahren und auf Frdmhilfe hoffen) - Nochmal zwei Strafstunden. Obskur

Wir waren noch immer ambitioniert und spurteten durch den Rest der Etappe. Aber wenn es schon regnet, ist das Glatteis nicht weit. Oder besser: Wer vom Regen in die Traufe fällt, muss mit Schnupfen auch noch rechnen. Bei km. 145 etwa, also 5km vor dem Ziel, blieb Lulu stotternd stehen. Kein Treibstoff mehr. Der Zusatztank war auch schon leer gepumpt und wir standen im Heer von Mücken auf einem breiten Waldweg und kuckten wir die Kuh ins Uhrwerk. Hau mich, ich bin der Frühling
Hatte Lulu auf 145km etwa 140l Benzin verbraucht? Huch

Zum Glück gelang es uns, eine Tankmöglichkeit wahrzunehmen und weiter zu fahren...Nach etwa 45min Stillstand. Wir waren dennoch guter Dinge, denn uns ging es prächtig, die Mückenstiche juckten wie Sau und die Wertung war sowas von im Arsch rotfl

Am Abend entdeckte Pico den Fehler. Die Brücke der beiden Vorförderpumpen war undicht geworden und Benzin floss zu 90% in den Catchtank und zu 10% zu Mutter Natur. Auf die Zeit hochgerechnet, war dann natürlich sehr bald alles weg. Wut

Aber was solls. Wir waren wieder im Camp und konnten unsere Kräfte für morgen schohnen. War nicht unser Tag, eine Mischung aus meiner temporären Navigationsblindheit, einer falschen Spur im Fluss mit zu langen Überhängen und einer kleinen Dichtung, hatten aus großen Erwartungen kleine Tränen geformt. Nicht wirklich - Dennoch wäre ein besseres Ergebnis uns ganz ehrlich lieber gewesen.

Lulu am Abend:


Das Essen vom Abend des Vortages - Bäähhh:

(Die Mohrrüben und der Nachtisch waren aber gut.)

Comming up next: Tag drei, Etappe 3. 192km Rundkurs gen Recz. YES

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Baloo
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1. Smart
BeitragVerfasst am: 11.07.2012 14:47:09    Titel:
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Ich finde Gefallen an deinem demütigen Schreibstill .... Ja

Diese Schleifen in der Strecke find ich prima, das gab 2010 in der Dresdner Sandgrube auch viel Spass ... YES
Solche Dinger und weitere noch zu erfindende "Dinger" müssen rein ins Roadbook, das ist das Salz in der Suppe.... Love it

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HamburgerJunge
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BeitragVerfasst am: 11.07.2012 22:11:31    Titel:
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Moin,

wenn mehr solcher Schleifen wäre, würden die, die vernünftig navigieren, doch auch mal gegenüber den "mit Vollgas Hinterherfahrerern" ihre Vorteile ausspielen können. Richtig navigieren gehört eben auch zu so einer Rally und nicht nur "Hacke auf Gas".
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flashman
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BeitragVerfasst am: 11.07.2012 22:14:44    Titel:
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Dafür gibts die Schleifen ja und ich begrüße alles, was die Navigation anspruchsvoller macht, sehr Euer Wunsch sei mir Befehl

Für alle Nachteulen - noch vor Miternacht ist das Prologvideo fertig. Eine Picture-In-Picture Version von Front- und Heckkamera. Heiligenschein

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Matthias
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BeitragVerfasst am: 11.07.2012 22:16:14    Titel:
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Schöne Story! YES

@Flashi: Der Bunker mit der 47? Habt ihr den Kompasskurs davor gemacht? Wenn der drin war, war eigentlich alles ganz easy, nur den Anfangspunkt davor zu finden etwas vertrackt.


@Lars: Es gab sogar mehrmals solche Schleifen. Vertrau mir
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flashman
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BeitragVerfasst am: 11.07.2012 22:30:08    Titel:
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47 kann sein. Wir standen mehrmals davor und fanden nicht den dem Roadbook entsprechenden Weg. Aber ich denke, dass ich da echt ne Blockade hatte. So doof hab ich mich selten angestellt. Unsicher

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flashman
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BeitragVerfasst am: 11.07.2012 23:00:17    Titel:
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Viel Spass YES

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BeitragVerfasst am: 11.07.2012 23:07:28    Titel:
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Sauschnell.................und grün!

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veah1122
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1. Mercedes G 270CDI
BeitragVerfasst am: 12.07.2012 11:30:51    Titel:
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Zunächst: herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag Flashi!
Das Video ist genial geworden.

War es an dem Tag dort auch schwülwarm? Das würde Navigationsaussetzer vollauf erklären. Winke Winke
Am Sonnabend (30.06) hatte ich im Mog ohne die gewohnte Kliamanlage in Berlin auch heftige Orientierungsprobleme - die Konzentration bei dem Wetter war recht schwierig. Nee, oder?

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BeitragVerfasst am: 12.07.2012 11:35:53    Titel:
 Antworten mit Zitat  

Nein, das Wetter ist mir im Wettbewerb völlig egal. War wirklich menschliches Versagen und mir nicht wirklich erklärbar. Unsicher
Danach hab ich mich konzentriert und es wurde wieder besser. Lediglich die alljährliche Links-Rechts-Schwäche kam nach Tag vier zum Vorschein Hau mich, ich bin der Frühling

Das Video gefällt mir selbst auch ganz gut. Wir wollten schon immer mal wieder Bild-in-Bild machen - So wie früher mit der Inbord-Kamera. Dank meines Schnittprogramms, geht es nun auch manuell nachträglich. Wobei es 1s Offset zwischen Heck- und Frontvideo gibt, die sind also nicht exakt synchron.

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1. Jeep Wrangler YJ 4,0 HO
2. Nissan Pickup MD 22 Doka
BeitragVerfasst am: 12.07.2012 12:57:40    Titel:
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alles gute flashi.

und tröste dich mit der navigation. bei den schleifen haben uns manche fünfmal besucht. da war dann schon leichte verzweiflung angesagt. und täglich grüsst das murmeltier...
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