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Six-Dunes-Ein Offroadabeteuer in Marokko 2021 Reisebericht

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Unimog1956
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...und hat diesen Thread vor 174 Tagen gestartet!


Fahrzeuge
1. Unimog 1300l Wohnmobil
BeitragVerfasst am: 30.11.2021 18:26:13    Titel: Six-Dunes-Ein Offroadabeteuer in Marokko 2021 Reisebericht
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Hallo zusammen,

wir sind wieder zurück von unserem Offroad Abenteuer in Marokko mit dem Veranstalter Off series

Hier ein Reisebericht

Wie leider in Coronazeiten üblich wurde die Reise im Frühjahr abgesagt und dann auf den November verschoben. Da ich zeitlich nicht gebunden war, konnte ich den geänderten Termin auch wahrnehmen, meine Frau leider nicht und so ist mein Sohn mitgefahren. Es gab noch kurz vor Abreise eine Planänderung, denn wir brauchten einen maximal 24 Stunden alten PCR-Test, um auf die Fähre in Sète zu kommen.

Es waren unvergessliche Tage in Marokko, so und jetzt zum Reisebericht und den Bildern

Anreise bis Freiburg war am 7. November, wir hatten dort einen Termin für den PCR-Schnelltest gebucht, der war dann um 9:00 erfolgreich absolviert

Glücklich nach überstandenem Test genießen wir noch die Sonne Freiburgs auf dem Weg zurück zum Auto.



Es lagen 760 km Autobahn auf dem Weg zu Hafen Sète vor uns, spät am Abend haben wir unterhalb der Klosterruine Abbay Saint Felix de-Montceau einen schönen ruhigen Übernachtungsplatz gefunden, Sète war nur noch 12 km entfernt.



Treffpunkt für den Start des Abenteuers war zwischen 12:00 und 15:00 am Parkplatz im Hafen.

Ganz entspannt bei blauem Himmel erklimmen wir noch die Klosterruine, der Urlaub kann beginnen.

Auf dem Weg zum Hafen noch die Vorräte, hauptsächlich Sprudel und Trinkwasser aufgefüllt und wir sind sehr früh im Hafen und lernen unsere Reisegruppe kennen.

Der Check In am Schalter verläuft sehr entspannt, Die Dokumente, insbesondere die Impfnachweise und der PCR-Test werden eigentlich nicht geprüft, man hätte alles vorlegen können, das hätte keiner gemerkt. Dass man so Corona schnell weiter verteilt wundert also nicht.

Dann ist Warten angesagt. Die Fähre legt offiziell um 20:00 Uhr ab und Boarding soll um 15:30 starten, wir dürfen dann kurz vor Abfahrt als fast letzte Fahrzeuge auf das Schiff.

Die Zeit im Hafen nutzen wir zur Kontrolle des Ölstandes der Vorgelege - ich habe noch keine Entlüftung an der Hinterachse -, zum Essen und Plaudern mit der Reisegruppe und so geht die Zeit schnell herum.



Es folgt eine ruhige Überfahrt mit einem Zwischenstopp in Barcelona, auch Fähren müssen tanken und so liegen wir 5 Stunden im Hafen von Barcelona



Trotz des langen Hafen Aufenthaltes landen wir in Nador 2 Stunden früher als geplant, wir freuen uns alle, dass die Fahrt zum Hotel ca. 80km noch bei Tageslicht erfolgen kann.



Jeder versucht schnell an sein Auto zu kommen



Das ist die ganze Reisegruppe, wir warten auf die Zolldurchfahrt und warten und warten und warten, unser Reiseleiter ist mit 2 Beamten verschwunden und es geht einfach nicht weiter.

Keiner kann uns Auskunft geben, was das Problem ist, unsere Geduld wird sehr auf die Probe gestellt.

Nach mehreren Stunden bekommen wir dann die Mitteilung, dass die neuen, erst vor 3 Tagen erlassenen Einreisebestimmungen für Gruppen eine Sondergenehmigung eines Ministeriums benötigen, die muss allerdings vor der Abfahrt beantragt werden.

Es gibt auch einen marokkanischen Reiseveranstalter, der sich hätte um dieses Problem vorab kümmern müssen, doch der glänzt durch Abwesenheit und ist auch telefonisch nicht zu erreichen.

Nach 5 quälenden Stunden einigen sich Zoll, Polizei und Ministerium mit unserem Reiseleiter auf eine Sondergenehmigung und es kann tatsächlich losgehen,

Schade, auf der Fahrt ins Hotel sehen wir nicht viel es ist stockdunkel!



Das Hotel liegt in Saidia direkt am Strand doch die Annehmlichkeiten des Hotels Pool usw können wir nicht nutzen das Abenteuer ruft!

Dafür gibts am nächsten Tag ein gutes Frühstück und es geht früh los. Es liegen ca. 270km vor uns uns, davon etwa 100km Piste und Offroad. Wir fahren nach Süden zum Chott Tigri - immer in gebührendem Abstand zur algerischen Grenze.

Wir plündern noch den Geldautomaten, doch der ist nach kurzer Zeit leer und spuckt kein marokkanisches Geld mehr aus, Die Tankstellen abseits der Hauptstraßen akzeptieren keine Kreditkarten, oder wollen keine akzeptieren, das können wir nicht so genau feststellen, aber eine Diskussion ist zwecklos, wir wollen ja weiter und ohne Sprit geht das eben nicht.







Wir sind nicht im Konvoi gefahren, sondern jeder so schnell und mit Pausen, wie er wollte. Treffpunkt war das Camp am Chott Tigri. Doch dahin ist noch ein weiter Weg!
Die Weiterfahrt nach Chott Tigris





Die Schweißnähte an meinem Astabweiser hat der Vorbesitzer leider nicht fachmännisch gemacht, sie sind gerissen. Wir versuchen das mit zwei Spannriemen zu befestigen, doch das hält nur sehr kurz, wir müssen später den Astabweiser abbauen und als Ladung auf dem Fahrerhaus verzurren.

In Marokko wird alles repariert und geschweißt, an jeder Ecke findet man jemand, der einem helfen kann und bei Edelstahl muss auch der Marokkaner passen.

Dadurch lassen wir uns aber nicht entmutigen, die Strecke und die Landschaft sind atemberaubend.

Die angekündigte spektakuläre Wasserdurchfahrt entpuppt sich als "Wässerchen".



Der Weg dorthin auf der Piste war reifenmordend , mehrere Teilnehmer müssen Reifen wechseln und ein Teilnehmer hat sich beide Reifen einer Seite zu Schrott gefahren, zum Glück konnten andere Teilnehmer mit einem Ersatz aushelfen bis zum nächsten Reifenservice in der Stadt.





Irgendwann hatten wir dann ein "Hirschgeweih" auf dem Auto, das ganz sieht abenteuerlich aus, hat aber bis nach Deutschland gehalten wir mussten nicht mal die Gurte nachspannen, so gut hat mein Sohn das verzurrt.



Bei diesem Manöver bemerkten wir ein leises Zischen am Auto, wir versuchten das Geräusch zu lokalisieren, ein schleichender Plattfuß hinten rechts.

über 2 Stunden dauerte der Reifenwechsel, Übung habe ich ja im Gelände noch keine - wir sollten im Laufe der Tour noch reichlich Gelegenheit dazu bekommen! Von diesem Reifenwechsel gibt es keine Fotos wir waren einfach zu beschäftigt und hatten es vergessen.

Das Camp im Chott Tigri erreichten wir dann bei Dunkelheit sicher und wohlbehalten, etwas unheimlich sind die wilden Hunde, die durchs Camp streifen. Die Erfahrung zeigte aber, dass die zwar betteln aber nicht aggressiv sind und gebührend Abstand halten. Wir werden auch nicht permanent verbellt das ist sehr angenehm.







Alle paar Meter kam eine Baustelle die das Fortkommen bremst und manchmal auch kompliziert umfahren werden müssen, wir erreichen aber bald Bouarfa. Dort suchen wir einen Reifenservice, der Plattfuß muss repariert werden, ich brauche eine Reserve für die Weiterfahrt.

Wir werden bald fündig und während der Reifen geflickt wird - ein kleines Loch in der Lauffläche - schlendern wir über den angrenzenden Markt.



Schöne erst Eindrücke von einem marokkanischen Markt.







Mit geflicktem Reifen geht es weiter auf die Reise

Das Kamel in Marokko ist sehr auf Sicherheit bedacht!

Ohne Anschnallen geht nichts!



Hauptsächlich Steinwüsten mit etwas Sand sehen wir auf der Weiterfahrt



Unser Ziel für diesen Tag ist Boudnib dort schlagen wir zusammen unser Camp auf und werden reichlich bewirtet in der Auberge.

Der Tag geht gemütlich zu Ende und wir freuen uns auf die nächsten Abschnitte.

In Boudnib habe ich abends noch Wasser aufgefüllt, beim Rangieren musste eine Schubkarre dran glauben, ich sie habe in der Dunkelheit einfach nicht gesehen und nicht mal gemerkt, dass ich sie gequetscht hatte



Der marokkanische Arbeiter hat sehr theatralisch gejammert. Ich habe mich sofort bereit erklärt, den Schaden zu ersetzen, zumindest habe ich ihm das versucht mit Händen und Füßen klar zu machen. EIn Marokkaner des Englischen etwas mächtig hat dann vermittelt. Die beiden kamen sich aber selbst über den Preis in die Haare - zumindest kam mir das so vor. Am Ende sollte es 100 DIRAM (ca. 10EUR) kosten. ich habe dem Arbeiter dann 200 gegeben, er hat sicherlich ein gutes Geschäft gemacht. aber er sah sehr ärmlich aus, gehört sicherlich nicht zu den gut verdienenden Leuten dort. Dafür hat er mich dann fast erdrückt vor Freude und ich habe mich auch gut dabei gefühlt. Am nächsten Morgen verabschiedet er mich dann noch freudig - ich habe einen Freund gefunden.

Der nächste Tag führte über Tracks und Offroad Strecken zum Erk Chebbi.

Die ersten Sandpisten lagen auf unserem Weg, wir fuhren am Anfang mit mehreren Fahrzeugen zusammen und als sich ein Sprinter im Sand festgefahren hat, wollte ich natürlich helfen und ihn rausziehen. Ich war schon durch das Sandfeld gefahren und hatte keine Probleme gehabt.



Typischer Anfängerfehler und Überschätzung. Ich habe mich auch festgefahren und der Sprinter war immer noch nicht frei. Man sollte bei solchen Manövern immer nachdenken und dann erst handeln. 1. wäre eine Bergung nach hinten die bessere Lösung gewesen und 2. sollte das bergende Fahrzeug immer festen Boden unter den Rädern haben. So lernt man aus Erfahrung, das passiert uns nicht mehr und kostet uns ca 1 Stunde Zeit.

Dem Sprinter halfen dann andere. Wir haben erstmal tief Luft geholt und überlegt, was wohl die beste Lösung wäre.

Luftablassen war der erste Gedanke, wir hatten noch 4 Bar auf den Reifen und der Gedanke wurde sofort umgesetzt, aber die Ventile sind in so einem Fall immer unten im Sand!



Mein Sohn hat in der Zwischenzeit mit der Schaufel die Reifen etwas freigelegt,

Bei 2 Bar und mit allen Sperren ging es dann problemlos aus dem Schlamassel. Auf Anraten anderer Teilnehmer haben wir die Reifen dann wieder auf 2,5 Bar aufgepumpt und unsere Fahrt fortgesetzt und diese 2,5 Bar für diesen Tag auch gelassen auf diesen Pisten.



Es wechselten sich steinige und sandige Pisten ab teilweise sehr anspruchsvoll, auch weil wir etwas unter Zeitdruck waren, der Weg zum Hotel am Erk Chebbi war noch weit.



Der Sprinter fährt wieder





Für mache Fahrzeuge war der Überhang such ein Problem, und es wurde knapp



Wir hatten damit natürlich keine Probleme die Bodenfreiheit war auf unseren Strecken nie ein Thema für den Mog





Immer wieder überqueren Kamele die Tracks, die Tiere sind nicht wirklich scheu es sind auch keine Menschen oder Treiber in der Nähe. Wir wissen nicht ob diese wild, halbwild sind oder jemandem gehören. Ganz gemütlich ziehen sie vorbei es wirkt wie aus einer fremden Welt.

Plötzlich machte es zisch, zisch, zisch und der linke hintere Reifen war Totalschaden





Zum Glück hatten wir Hilfe. Obwohl ich werkzeugtechnisch gut ausgerüstet bin, war mir nicht bewusst, dass es im Gelände problematisch ist, mit einem hydraulischen Wagenheber alleine das Auto so hoch zu bekommen, dass der neue Reifen wieder auf die Achse passt. Man müsse die Achse unterbauen und nochmals nachfassen, damit ein Wagenheber ausreicht. Wir hatten zwar Holz zum Unterlegen dabei aber nicht genügen für die Achse und den Wagenheber. Mit Steine geht das zwar auch aber eben nicht so sicher. Das 2.Auto konnte mit einem entsprechenden 2. Wagenheber aushelfen und nach einer guten Stunde waren wir wieder fahrbereit - wir hatten ja schon Übung!

Die Weiterfahrt verlief ohne weitere Probleme und die Abendsonne bescherte uns noch super Fotolicht. Für wenige Minuten waren wir am richtigen Ort zur richtigen Zeit







Nach wenigen Minuten war alles wieder vorbei noch ein letzte Bild und



die Landschaft sah wieder normal und eher fad aus.

Wir kamen im Hotel Nomad Palace an um uns gleich mit dem Reiseleiter zu beraten, wo wir einen neuen Reifen bekommen konnten. An flicken war bei diesem Schaden nicht zu denken





Der Riss in der Flanke ging von der Lauffläche bis an den Wulst an der Felge auch in Marokko flickt man das nicht mehr

Aber Marokko wäre nicht Marokko, wenn es keine Lösung gäbe.

Wir waren an diesem Tag nicht der einzige unserer Reisegruppe mit Reifenproblemen und andere hatte viel größere Pannen.

Ein aufgerissenes Differenzial bei einem Mercedes ML, ein abgerissener Auspuff und Probleme mit Federn und Stoßdämpfern, um nur einige zu nennen.

Die "GARAGE MECHANIQUE" Zagora repariert fast alles.





Said arbeitet mit seinen Mitarbeitern die ganz Nacht durch



Und so am nächsten Morgen.



Said hat allen geholfen auch uns und ein Ersatzreifen organisiert. Am nächsten Morgen gegen 10:00 waren wir wieder auf Achse.

Nur der Mercedes ML musste auf das Ersatzteil aus Deutschland warten und war mehrere Tage nicht einsatzklar, er blieb auf dem Bergefahrzeug aufgeladen und folgte so der Tour.

Das Hotel war sehr angenehm, wir bleiben 2 Nächte. Der Folgetag war zur freien Verfügung geplant, alle konnten sich erholen, einen kleinen Rundkurs durch die Wüste machen oder einfach üben über die Sanddünen zu fahren. Wir hatten ein Bergeteam mit im Tross und das kam dann auch zum Einsatz, allerding nicht bei uns, wir genießen einfach die tolle Landschaft und gehen keine Risiken ein. Der Reifenschaden saß noch in den Knochen und warum sollte man das Material stessen, wenn die Landschaft so viel Abwechslung bot.

Unser gemütlicher Ausflug in die Wüste war eine willkommene Abwechslung , wir hatten viel Zeit und konnten Anhalten wo und wann wir wollten, ohne in Rückstand zu kommen.

Es folgen ein paar Eindrücke von diesem "Ruhetag"





In diesen Zeltstädten bieten die Einheimischen einen Kamelritt mit Übernachtung in der Wüste an, die Veranstalter sind zu bedauern, wegen Corona gibt es überhaupt keine Touristen. Wir haben währen des ganzen Urlaubs nur ganz wenige Karawanen mit Touristen auf Kamelen gesehen. Marokko hat sich jetzt wieder ganz abgeschottet.











Einmal hat es uns auch gejuckt und wir wollten diese Düne erklimmen, bis ganz oben haben wir es nicht geschafft und vorsichtig den Rückzug angetreten.

Wir hätten mehr Schwung nehmen sollen und einen kleineren Gang, einen 2. Versuch haben wir aber nicht gemacht, wir waren uns auch nicht sicher, ob wir wieder zurück auf die Piste kommen. Also lieber Vorsicht walten lassen.







Das nächste Etappenziel war Camping Auberge Marabout Eine Tagesetappe von eigentlich nur 132km.







Abwechslungsreiches Gelände mit sehr viel Steinen und felsigem Untergrund durch viele "Wetts" und ausgetrocknete Flüsse.

Das Pech sollte uns verfolgen! Reifenschaden Nr. 3 kam so schnell, dass wir keine Chance hatte ein abspringen des Reifens von der Felge zu verhindern.

Wir waren ja in Übung, das nachfolgende Fahrzeug half mit einem 2. Wagenheber aus



und nach 1 Stunde war alles erledigt



ich auch!

Der Nachfolgende Wagen eine IVECO war vom begleitenden Technikteam und der Reiseleitung. Er zeige uns einen Ausstiegsstrecke aus dem Track, wir sollten nicht mehr die schlechten Pisten nehmen, sondern die offizielle Straße zum Campingplatz. Das erschien uns auch sicherer, da wir ja keinen Ersatzreifen mehr hatten.

Wir kamen vom Regen in die Traufe, das was als offizielle Straße aus der Karte gelb eingezeichnet - nicht weiß oder nur als schwarze Linien - wie unser Track, war viel schwieriger zu fahren, als die ursprüngliche Strecke. Die Straße war über mehrere Kilometer total versandet mit meterhohen Dünen.

Und schlängelte sich wie hier zu sehen dahin.



Von den Dünen direkt habe ich nur einen Film, jetzt weiß ich auch, wie ich den hier einbinden kann.
Link zu Youtube (neues Fenster)
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Wir kamen kurz vor Sonnenuntergang auf dem Camping Auberge Marabout an.

Wir haben dann sofort mit Sait besprochen, was wir mit unserem Reifen machen. Er meinte, das könne man nähen, vulkanisieren und dann mit einem Flicken hinterkleben. Also wurde ausgemacht, dass wir am nächstn Modgen früh um 6:00 Uhr losfahren nach Zagora ca 120km fahren in die Reifenwerkstatt von seinem Cousin neben seiner Werkstatt, er würde das alles sofort erledigen. Uns war nicht so geheuer, ob das klappt und wie lange wir brauchen würden, daher die frühe Abfahrt.

Vor dem gemeinsamen Abendesse war noch Zeit sich frisch zu machen und ein wenig durchs Camp zu streifen. Unser Bergeteam war auch eingetroffen, es hatte an diesem Tag nichts zu arbeiten gehabt.



Unser marokkanischer Reiseleiter zusammen mit dem Betreiber der Auberge



Die Abendsonne zauberte noch tolles Licht auf die Landschaft





Wir wurden gut und reichlich verköstigt mit dem traditionellen marokkanischen Gericht aus dem entsprechenden Tontopf "Tajine"

Ein Schmortopf in dem alles zusammen gekocht wird, sehr lecker!



Wir gingen früh schlafen, der nächste Tag musste früh beginnen!

Der Reifenservice war abenteuerlich! Mit Hammer und Brechstange wurde versucht, den Reifen von der Felge zu trennen am Ende mit Erfolg und keinen allzu großen Schäden an der Felge, dafür hatte ich keinen Ersatz!





Der Chef selbst beruhigte uns, er werde das fachmännisch flicken und wir könnten ohne Probleme weiterfahren an der Stelle würde der Reifen nie mehr reißen! wir vertrauten darauf, der Reifen sollte je nur das Backup für den Notfall sein, wir hatte ja schon 3 Reifenpannen, das musste es doch gewesen sein! :)



Vulkanisieren auf Marokkanisch.

Vielleicht sollte man ein Bügeleisen im Werkzeugkoffer oder im Auto haben, dann kann man sich sogar selbst helfen - es wäre eine Überlegung wert!

Wir haben zwischenzeitlich die Stadt erkundet, wobei es dort nichts zu erkunden gab mit Ausnahme des berühmten Schildes



52 Tage mit der Karawane nach Tombouctou

Gegen 16:00 waren wir fertig und führen zu unserem nächsten Hotel, dem Hotel Chez Pacha Mhamid, wir hatten zwar einen Teil der Strecke auf der asphaltierten Straße zurückgelegt, dafür aber einen Backupreifen, für uns ein Gewinn!

In diesem Hotel sollten wir eigentlich 2 Tage bleiben, der Folgetag war zur freien Verfügung geplant, es gab viee Tourenvorschläge oder einfach nur mal ausspannen.

Die letzte Etappe nach Marrakech war lang und mit einer Übernachtung geplant.

Mit dem Mog sind wir nicht so schnell und so entschloss mein Sohn und ich uns gleich am nächsten Tag abzureisen und die Strecke mit 2 Übernachtungen zu machen. Für die Überquerung des Atlasgebirges wollten wir Zeit haben.







Der erste Pass mit 2300 brachte uns ein tolles Panorama wir haben es nicht bereut, dafür mehr Zeit zur Verfügung zu haben.



Nach einer sehr engen und rutschigen Abfahrt erreichten wir einen ruhigen Schlafplatz, gut bewacht von einem streunenden Hund, 4 Stunden hat er uns verbellt und dann aufgegeben.



Vielleicht waren auch nicht wir das Ziel, sondern der Mond

Wir waren ziemlich weit weg von jeglicher Zivilisation, nur einen Funkmasten haben wir gesehen.



Der brachte und perfektes Internet. Die Schwiegereltern/Großeltern freuten sich über ein ausgiebiges Skype Videogespräch, eine nette Verbindung in die Heimat. Mit meiner Frau habe ich das schon öfters gemacht, aber das war immer eine wackelige Verbindung mit vielen Abbrüchen. Für Video zu instabil.

Die Nacht und der nächste Morgen brachte Regen und einen Kälteeinbruch. Wir mussten umplanen,

Der Pass über den Atlas in 3000m war schneebedingt gesperrt bzw nur eingeschränkt zu befahren. Das wollten wir nicht wagen, die vorgesehene Strecke sei sehr Eng und führe über Geröll und bei Regen/Schnee über viel rutschigen Matsch. Die Entscheidung, das zu umfahren, war gut, Einige der Mitfahrer waren Abends schon bis auf den Pass gefahren, das wäre schon bei gutem Wetter eine Herausforderung für unseren Mog geworden, einfach zu eng und große Rutschgefahr.

So entschlossen wir uns die Strecke nach Marrakech fast vollständig auf Asphaltstrassen zu bewältigen.

ie Reise ging am nächsten Tag weiter, ziemlich verregnet aber immer wieder brach die Sonne kurz durch und dann hatte man grandiose Ausblicke.





Die Straße war lange nicht so entspannt zu fahren, wie es die Karte vermuten lies. Eine ca. 40km lange Baustelle hatte die schmale aber gut asphaltierte Straße zu einer rutschigen Holperstrecke gemacht hauptsächlich, wenn es geregnet hatte.



Mittagessen mit Aussicht allerdings bitter kalt.

Wenn das Sammeltaxi einmal voll ist fährt man eben oben mit.



Wir mussten noch einen kleinen sehr schmalen Weg runter, um die Straße nach Marrakesch ohne riesen Umweg zu erreichen, rechts ging es steil hoch und links ca 2-400m fast senkrecht nach unten. Die Straße war auch nicht überall stabil, teilweise waren Teile weggespült. Wohl haben wir uns dort nicht so ganz gefühlt und dann hört mein Sohn ein periodischen zischen. Sofort haben wir angehalten aber nichts gefunden, aber das Zischen hörte nicht auf, also nochmals aussteigen, einer bleibt draußen der andere fährt ganz vorsichtig weiter. Die Befürchtung war eingetreten, der recht hintere Reifen hatte einen 7 cm langen Schnitt an der Flanke und immer wenn er auf den Boden kam lies er Luft ab. Gerade noch rechtzeitig bemerkt!,Wir konnten schnell den Wagenheber unterbauen und so den Reifen wechseln ohne mit Steinen zu unterbauen zu müssen.



Es war richtig eng dort, gerade genug Platz, die beiden Reifen zu händeln.

Wir waren ein eingespieltes Team geworden, nach 35 Minuten saßen wir wieder im Auto und planten den Ausstieg aus dieser Strecke.

Wenden war unmöglich und so hofften wir, dass die nächste Wegkreuzung eine größere Straße bringt. Dort hätten wir sonst gewendet und wären wieder zurück gefahren. der Track sollte noch 40km gehen und wir waren erst 15km gefahren.

Kurz vor der Wegkreuzung fuhren wir durch ein Felsentor





Einfach überwältigend!

Die Straße sollte viel besser sein als erhofft und so sind wir dann bis ca 80 km vor Marrakech durchgefahren teilweis auch im Dunkeln.

Ein Übernachtungsplatz einige 100 m neben der Strasse war bald gefunden und wir schliefen ruhig.

Gegen 7:00 ging es dann weiter - wir sind beide eher Frühaufsteher - zum Hotel nach Marrakech.



Der kam uns da auch noch vor die Linse

Gleich zu Reifenservice, wir brauchten ein Backup des Backups für die Heimfahrt.

Der empfohlene Reifenservice war professionell ausgerüstet und hat dann eine Flicken auf den Riss geklebt, zumindest von der Autobahn kommt mit so einem geflickten Reifen. Wir sollten ihn nicht mehr brauchen!!!!!!!!!!





Wir ließen dann gleich noch den Vorder und Hinterreifen tauschen, ich wollte keinen schlecht geflickten Reifen auf der Hinterachse haben

Und dann haben wir uns ins Getümmel nach Marrakech gestürzt .

Im Hotel erfahren wir dann noch, dass die geplante Fähre nach Sèse ausfällt und wir 12 Stunden früher in Tanger Med sein mussten, die Pause am Atlantik sollte damit auch ausfallen.

Wir stürzten uns in das Getümmel des Souk im alten Stadtviertel von Marrakech, durchlaufen und Menschen und Stände anschauen, da könnte ich viele Tage verbringen. Hier einige Eindrücke aus diesem Getümmel, wobei wurch Corona der Souk sehr leer ist















Und jetzt noch ein lustiger Kamerafehler.

Mein Handy hat eine Funktion "Panorama", ich wollte den ganzen Platz 270° als Panorama haben.

Zufälliger Weise bewegte sich das TukTuk genau so schnell wie ich für die Panoramaaufnahme.

Ein "Stretch-TukTuk" ist geboren!

Mit 2 Österreicher und eine weiteren Teilnehmer waren wir noch im Garten von Andre Heller, wunderschön angelegt, passt aber nicht in die orientalische Welt von Marokko





Der letzte Abend brach dann herein, wir saßen noch an der Bar im Hotel und ließen die Eindrücke der Reise Revue passieren.

Ein sehr gelungenes Abenteuer, das bald zu Ende sein würde.

Die Fahrt nach Tanger Med war anstrengend und lange 10 Stunde hinter dem Steuer des Mog!

Im Hafen waren wir sehr früh, zum Glück. In Tanger Med herrscht das totale Chaos. Alle größeren Fahrzeuge werden geröntgt. Das kann dauern und wenn das Gerät alle 15 Minuten seinen Dienst aufkündigt noch viel länger.

Wir hatten unglaubliches Glück gerade vor einem längeren Ausfall kamen wir noch durch und durften dann auch schnell auf die Fähre.

Wie konnten unsere Kabine beziehen und bekamen so noch ca 7 Stunden Schlaf. Andere hat es hart getroffen, die mussten 6 Stunden im Hafen wartend vor diesem Gerät verbringen, immer mal wieder ein paar Meter vorfahren. An Schlaf nicht zu denken.

Mit 3 Stunden verspätung ging es dann los



Gibraltar und der Abschiedsblick auf Afrika



und wir kamen auch mit 2 Stunden Verspätung in Genua von der Fähre nach einer sehr stürmischen nassen Überfahrt.

Wir sind dann gleich bis nach Winnenden durchgefahren, es war ein Wintereinbruch für die Alpen prophezeit, da wollte ich nicht fahren.

Spät am Abend um 22:30 sind wir wohlbehalten ohne Reifenpanne :gr zu Hause angekommen.

4200km liegen hinter uns ereignisreich und einfach toll!

Die Reiseleitung und Organisation war sehr gut und professionell. Wir können das nur empfehlen.

Einen Kritikpunkt gibt es, der ist aber dem Umstand geschuldet, dass der Veranstalter diese Reise zum ersten Mal macht und bei der Vortour viele Strecken noch besser befahrbar waren und durch die Jahreszeit 1,5 mehr Stunden Tageslicht herrschte. Die einzelnen Tagesetappen waren zu lang, man hatte zu wenig Zeit mal anzuhalten und einfach etwas Pause zu machen.

Der Veranstalter wird dies in der Tour 2022 berücksichtigen, so wurde es besprochen bei der Abschlussbesprechung und dann wird das eine Supertour, ncoh besser als bei uns,

Uns hat es viel Spaß gemacht. Wir würden so etwas gleich noch mal machen!.

Ich hoffe, dass es Euch auch Spaß macht, den Bericht zu lesen.

Und das wars jetzt von Marokko

Ganz liebe Grüße an das Forum und den Veranstalter
Das Veranstaltungsteam hat ausserordentliches geleistet!
Auch Ingid Plug, die uns von zu Hause immer verfolgt hat und sich darum gekümmert hat, dass alles funktioniert
Ganz lieben Dank für dafür!

Clemens



PS: wenn Ihr grobe Fehler findet, dann Posting an mich ich verbessere das sofort.


Zuletzt bearbeitet von Unimog1956 am 01.12.2021 08:11, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 30.11.2021 22:57:35    Titel:
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Schöner Bericht, vielen Dank....

Das mit den vielen Reifenschäden gibt einem schon zu denken, da sollte man also lieber zwei Reserveräder am Auto haben....
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BeitragVerfasst am: 30.11.2021 23:42:00    Titel:
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Vielen vielen Dank, toller Bericht und wunderschöne Fotos!
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Hallo lieben Dank für Reaktionen,
das mit den Reifen habe ich im Unimogforum breits ausgiebig diskutiert, die Reifen sind zu alt, Neue schon bestellt, ich würde aber in Zukunft immer 2 Ersatzreifen mitnehmen.
Wenn man eine solche Tour nicht mit einem so guten Veranstalter mit Bergeteam undTechnikteam, sonder alleine in kleiner Gruppe macht, ist das für mich ab jetzt selbstverständlich
Liebe Grüße Clemens
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BeitragVerfasst am: 01.12.2021 10:54:35    Titel:
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Danke für den Bericht, sehr schön zu lesen! Smile
Heftig, eure große Zahl an Reifenschäden. Habt ihr das irgendwie auch mit eben passierten Felspassagen in Verbindung bringen können oder geschah das stets aus heiterem Himmel?

War das im Iveco der Daniel?
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BeitragVerfasst am: 01.12.2021 11:14:36    Titel:
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vielen Dank für den Bericht. Ist sehr schön zu lesen.

Sind die Reifen dann in erster Linie den Alterstod gestorben oder gab es noch andere typische Ursachen (auch bei den anderen Teilnehmern)? Sind die Steine recht scharf?

Wie groß war der Anteil der tiefsandigen Strecken? Hätte man die umfahren können?

Wie waren die max Temperaturen?

Ich würde da zu gerne mal hin... wenn es wieder möglich ist und wir Unterkünfte finden die auch mit Hund gehen (ich weiß...).

Gruß,
Marcus

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BeitragVerfasst am: 01.12.2021 11:22:48    Titel:
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Danke für den schönen Bericht! Echt tolle Fotos dabei.
Ihr habt ja mit dem Reisetermin noch echt Glück gehabt. Die Maroc-Challenge bei der ich ab morgen mitfahren wollte ist abgesagt worden. Alle Fährverbindungen nach Marokko sind eingestellt.
Die vielen Reifenpannen trotz des hohen Luftdrucks sind mehr als ärgerlich, aber ihr habt ja eine Lösung für das Problem.
Mit so einem leichten Auto wie dem Unimog kann man im Sand übrigens problemlos mit 0,5 Bar fahren. Nicht ausgehärtetes Gummi vorausgesetzt. In Steinen natürlich mehr, bei umsichtiger Fahrweise geht aber auch dann nichts kaputt.
Wir fahren alle Reifen seit Jahren schlauchlos, das hat die Zahl der Pannen stark minimiert. Unsere LKWs sind zwar alle größer und schwerer als der Mog, aber das macht in diesem Fall keinen Unterschied.
Wenn du dir was Gutes tun willst, dann bau auf schraubbare Felgen mit Notlaufringen um. (also Beadlock) Dann ist Ruhe.

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Zuletzt bearbeitet von RallyeCopilot am 01.12.2021 11:30, insgesamt 2-mal bearbeitet
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flashman
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BeitragVerfasst am: 01.12.2021 11:26:05    Titel:
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Die Basisstrecke führte nur selten durch Sand im Sinne von Ergs. Sand-Spielen war an den beiden "Spieltagen" optional angesagt, weil wir niemandem dem Stress aussetzen wollten, ihn zwangsweise durch / über Dünen zu jagen. Wie bei 5M, muss das ja für jedermann machbar bleiben. Supi

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Tagesdurchschnitt: 22 Grad

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RallyeCopilot
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BeitragVerfasst am: 01.12.2021 11:49:43    Titel:
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Forcierer hat folgendes geschrieben:
vielen Dank für den Bericht. Ist sehr schön zu lesen.

Sind die Reifen dann in erster Linie den Alterstod gestorben oder gab es noch andere typische Ursachen (auch bei den anderen Teilnehmern)? Sind die Steine recht scharf? Die Marokkanischen Steine sind nicht besonders PKW-Reifen freundlich. Ich bin da aber auch schon mit 14" Transporterreifen auf einem Subaru-Kombi gefahren, das ging einigermaßen, aber 2 Reserveräder plus Flickzeug ist Pflicht.

Wie groß war der Anteil der tiefsandigen Strecken? Hätte man die umfahren können? Marokko hat ja vergleichsweise wenig Sand. Auch die Rallyes finden größtenteils auf Pisten statt. Wenn, dann fährt man - wie Flashi auch sagt - mutwillig zum Spielen in die Ergs. Die sandigen Pisten sind mit ganz wenigen Ausnahmen alle gut fahrbar. (für afrikanische Verhältnisse, nicht für europäische)

Wie waren die max Temperaturen? Die Temperaturen sind maximal so wie bei uns im Sommer. Im Atlas nachts so wie bei uns im Winter.....

Ich würde da zu gerne mal hin... wenn es wieder möglich ist und wir Unterkünfte finden die auch mit Hund gehen (ich weiß...).

Gruß,
Marcus

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BeitragVerfasst am: 01.12.2021 18:40:07    Titel:
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flashman hat folgendes geschrieben:
Die Basisstrecke führte nur selten durch Sand im Sinne von Ergs. Sand-Spielen war an den beiden "Spieltagen" optional angesagt, weil wir niemandem dem Stress aussetzen wollten, ihn zwangsweise durch / über Dünen zu jagen. Wie bei 5M, muss das ja für jedermann machbar bleiben. Supi

Max-Temp: 25 Grad
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Danke für die Info Knuddel

...auch an RallyeCopilot Supi

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jenzz
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BeitragVerfasst am: 01.12.2021 18:48:06    Titel:
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Schöner Bericht, schöne Fotos. Danke!

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Unimog1956
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...und hat diesen Thread vor 174 Tagen gestartet!


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BeitragVerfasst am: 01.12.2021 18:53:26    Titel:
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Hallo,
Ich gehe davon aus, dass die Reifen einfach zu alt waren und auch nicht stabil genug.

Diese Reifen waren schon beim Kauf auf dem Wagen und ich habe jetzt bei genauerem Hinsehen festgestelltm dass die beiden Hinterreifen nur eine Traglast von 132 haben, das ist sehr wenig für den Uninog.

Ich habe übrigen schon Neue bestellt und damit sollte das Problem gelöst sein

Liebe Grüße Clemens
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Robert Stückle
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BeitragVerfasst am: 02.12.2021 06:27:28    Titel:
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Guten Morgen.
Danke für den Bericht.

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ReiseRex
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BeitragVerfasst am: 03.12.2021 01:27:12    Titel:
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Tolle Bilder, schöner Bericht! Schade nur, dass ich das Bild vom "Stretch-Tuktuk" nicht sehen kann.

Mit den Reifen: ich neige dazu, das als Schicksal zu sehen. Die Statistik sagt, dass man im Durchschnitt alle 100.000 km eine Reifenpanne hat. Meine bisherige Erfahrung bestätigt diese Statistik; allerdings waren meine bisher 26 Reifenpannen nicht gleichmäßig verteilt: 12 davon ereilten mich innerhalb eines halben Jahres, alle aus unterschiedlichen Ursachen und alle ganz brav in Europa; ich war echt nah am verzweifeln ... (In MA vor zwei Jahren hatte ich auch zwei Ersatzräder dabei – gebraucht hatte ich keines ...) Wie gesagt: Schicksal. -

Dass Reifen, die schon ein paar Jahrzehnte alt sind, davon nicht unbedingt widerstandsfähiger werden, ist aber natürlich wieder eine andere Sache ...

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