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Reisebericht „Grand Tour de France“
Wiederentdeckter Reisebericht aus bunter Vorzeit ;-)

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El-Dracho
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...und hat diesen Thread vor 273 Tagen gestartet!


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1. Landrover Defender 110 TD4 SW
BeitragVerfasst am: 18.02.2019 13:33:56    Titel: Reisebericht „Grand Tour de France“
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Hallo, liebe Reisefreunde!

Beim Sortieren von digitalem Fotomaterial und Reiseberichten, ist mir u.a. einer meiner Reiseberichte von früheren Reisen in die Finger gekommen. Smile

Da ich ja selbst gerne Reiseberichte lese und ich weiß, dass es hier vielen ebenso geht, möchte ich Euch diesen nicht vorenthalten! YES

Also, worum geht es? 2007 hatte ich mir überlegt mal eine große Runde mit dem Mopped durch Frankreich zu drehen. Gesägt, getan! Los geht´s… Ich kanns kaum abwarten..Jippi

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El-Dracho
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1. Landrover Defender 110 TD4 SW
BeitragVerfasst am: 18.02.2019 13:40:06    Titel:
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Ich bin früh auf den Beinen an diesem Samstagmorgen, denn heute sollte meine "Grand Tour de France" starten. Dank einer gewissen Routine, die sich auf vielen Touren in den letzten Jahren entwickelt hat, ist das Mopped rasend schnell bepackt. Nach einer guten Tasse Kaffee entfliehe ich dem Taunus und folge dem Lauf des Rheins Richtung Westen. Eine ungewohnte Himmelsrichtung für mich - zumindest am Beginn einer Reise, denn in den letzten Jahren ging es stets Richtung Osten oder Norden. Diese Himmelsrichtung sollte mich dennoch die kommenden Tage begleiten...

Bei Bingen entere ich die Rheinfähre, die meinen Reisedampfer und mich zuverlässig wie immer auf die andere Rheinseite transportiert. Über Hunsrück und entlang der Mosel erreiche ich bereits gegen Mittag Bitburg.



Frisch gestärkt durch ein hervorragendes Jägerschnitzel kann auch schon das nächste Ziel Luxembourg unter die Pneus genommen werden. Mit dem großen Tank – ja ich war schon immer ein Fan von Reichweite - lohnt sich das Tanken in Luxemburg auch richtig... gedacht -getan. In Luxemburg angekommen wird erst einmal die nächste Tankstelle angesteuert und das Spritfaß bis zum Rand gefüllt.



Noch am selben Tag durchquere ich die belgischen Ardennen und erreiche gegen Abend einen netten, kleinen Campingplatz nahe der französischen Maas. Ein gelungener Reiseauftakt denke ich und öffne erstmal ein leckeres Bier… Lecker



Tags darauf steuere ich meine Maschine quasi parallel zum Ardennenkanal immer weiter Richtung Westen. Über Soissons, Compiègne und Beauvais mogele ich mich nördlich der Peripherie von Paris immer weiter in Richtung meines nächsten Zieles, der Normandie. Da die Strecken hier fahrerisch wenig anspruchsvoll sind, erreiche ich schnell das Seine-Ufer. Schnell kommt auch die Pont de Normandie in Sicht. Die Brücke überquert die Seinemündung zwischen Le Havre und Honfleur und wurde 1995 eingeweiht. Der Brückenzug hat eine Länge von rd. zwei Kilometern. Ein beeindruckendes Bauwerk, dessen Benutzung eigentlich mautpflichtig ist - für Motorräder – zumindest damals Unsicher - allerdings kostenfrei Beide Daumen hoch dafür. .



Gegen späten Nachmittag statte ich dem reizvollen, kleinen Fischerstädtchen Honfleur noch einen Besuch ab. Das kleine Städtchen hat sich zu einem wahren Touristenmagnet entwickelt, was man angesichts der Masse von Menschen sogar jetzt Mitte September noch deutlich merkt.



Abends fahre ich die Küste weiter Richtung Westen und finde in der Nähe von Caburg ein nettes Plätzchen für die Übernachtung. Am nächsten Tag toure ich die Normandie Küste entlang. Geschichtsträchtige Namen wie Sword Beach, Juno Beach, Gold Beach, mit Blumen versehene Panzerwracks, Besuche amerikanischer und deutscher Soldatenfriedhöfe und zahlreiche Denkmäler prägen den heutigen Reisetag. Interessant und bedrückend zugleich…











Ich fahre noch entlang des Omaha Beach bis hinauf nach Grandcamp-Maisy und später zurück nach Bayeux. Über St. Lo und Courtances erreiche ich noch am selben Abend die Küste südlich von Granville. Aus den Steinbrüchen der Festungsstadt Granville stammt der Granit für die Bauten auf Mont St. Michel, meinem Ziel für morgen!





Fortsetzung folgt…

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El-Dracho
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1. Landrover Defender 110 TD4 SW
BeitragVerfasst am: 18.02.2019 19:17:21    Titel:
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Weiter gehts...

Es ist Dienstagmorgen und ich cruise entlang des Baie des Mont St. Michel. Nebel liegt über der Bucht, doch plötzlich taucht wie aus dem Nichts eine kegelförmige Silhoutte am Horizont auf - Mont St. Michel. Einige Kilometer weiter lassen sich schon deutlich die Konturen der Bauten erkennen. Kurze Zeit später steuere ich den Damm entlang und erreiche diese Touristenattraktion - diese Bezeichnung trifft es auch schon sehr gut. Denn völlig untypisch für Frankreich dürfen nicht mal Moppedfahrer bis vorne durchfahren, nein, auch ich soll auf den erstbesten Parkplatz. Bei sommerlicher Hitze und voller Moppedmontur sehe ich es aber irgendwo nicht ganz ein diesen Fußmarsch zu tätigen - irgendwo sind Grenzen Zwinker Und so positioniere ich meine Maschine fotogen auf der Straße, der Auslöser der Kamera klickt ein paar Mal und dann düse ich auch schon wieder von dannen.



Über kleine und kleinste Sträßchen fahre ich weiter durch die Bretagne und quere diesen reizvollen geografischen Zipfel Frankreichs in südwestlicher Richtung. Diese Nacht übernachte ich ein wenig nordwestlich von Carnac, wo ich mir am nächsten Tag den Obelix machen werde und mir die "Menhire", die "Hinkelsteine" ansehen möchte.





Carnac ist berühmt für seine etwa 3.000 Menhire ("Hinkelsteine"), die zu Formationen und Steinreihen aufgebaut sind. Der größte Menhir ist zerbrochen und liegt nahe Locmariaquer, etwa 15 Kilometer entfernt. Er ist ca. 21 Meter hoch und wiegt 350 Tonnen! In Europa gibt es diese Steinreihen in der Bretagne, aber auch in Italien, Deutschland, Skandinavien, Irland, Großbritannien, Belgien, Portugal und in der Schweiz. Datierungen sind wohl schwierig, einige wurden auf die Steinzeit zurückdatiert. Man glaubt heute aber auch zu wissen, dass diese Monolithen bis in das Mittelalter hinein aufgestellt wurden. Dahinter vermutet wird zum einen gewisser Totenkult, zum anderen aber auch Zeichen für ein seefahrendes Volk, denn viele der Steine sind an den Küsten errichtet. Häufig mussten die Steine daher offenbar auch erst über Kilometer an ihren Bestimmungsort transportiert werden. Welches Volk diese Steine wie und warum genau errichtet hat, ist letztlich aber immer noch ungewiss. Ich denke, es ist eine technische und organisatorische Meisterleistung derartige "Bauwerke" zu errichten - man stelle sich einfach nur mal den Transport und das Aufstellen eines 350 Tonnen-Steins mit heutigen technischen Mitteln vor... vielleicht ist die menschliche Kultur des 21. Jahrhunderts ja gar nicht so weit entwickelt, wie viele glauben? Oder waren hier Aliens am Werk? Egal, auf jeden Fall mal etwas zum Nachdenken... ich genieße derweil bei leichtem Kurvenschwingen lieber weiter die Landschaft.





Den Rest des Tages folge ich zumeist auf Nebenstraßen einfach der Atlantikküste und steure gegen Abend einen Campingplatz nördlich von La Rochelle an. Das ist ein guter Ausgangspunkt für mein nächstes Ziel - Île de Ré. Auf dem Campingplatz komme ich mit einem älteren britischen Ehepaar mit einem Caravan ins Gespräch. Ich bekomme erstmal ein kühles Bier, später gibt es noch echt englischen Tee - vielen Dank! Wir philosphieren ein wenig über die unterschiedlichsten Entwicklungen in Europa, interessante Reisziele und warum England trotz Tunnel, etc. "immer eine Insel beiben wird" – hoppla, aus heutiger Sicht ein durchaus zeitloses Thema Grins … Es wird ein interessanter und lustiger Abend.

Fortsetzung folgt…

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1. Landrover Defender 110 TD4 SW
BeitragVerfasst am: 19.02.2019 11:57:57    Titel:
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... und weiter Winke Winke

Am nächsten Tag stürze ich mich in das Getümmel von La Rochelle. Aber in Frankreich ist ja für Moppedfahrer selbst das fahren im Verkehrsgedrängel einer Großstadt wenig anstrengend, da jeder Autofahrer (es sei denn, man hat mal wieder einen auswärtigen Touri-Schnarchi vor sich...) wie selbstverständlich nach rechts Platz macht, damit das Motorrad am Stau, zähfließenden Verkehr, Ampelrückstau, etc. vorbeifahren kann. Vielleicht sollten einige deutsche Autofahrer mal zwei bis drei Fahrstündchen in einer "Auto-Ecole" absolvieren Unsicher ... So ist der Einstieg zur mautpflichtigen Brücke auf die vorgelagerte Insel Île de Ré schnell gefunden. Ich drehe eine Runde über die wunderschöne Insel bis in ihre nordwestlichste Spitze. Nach ca. zwei Stunden entfliehe ich dem Touristenrummel aber gerne wieder, schlängle mich noch einmal durch La Rochelle und verlasse die Stadt zügig Richtung Süden.

Das nächste Ziel heißt Royan. Die im zweiten Weltkrieg besetzte Stadt Royan, wurde bei einem US-amerikanischen Luftangriff 1945 völlig zerstört und nach komplett neuen Plänen, als eine Art Städtebau-Versuchslabor wiederaufgebaut. Hier werde ich mich umsehen müssen, damit ich eine Fähre über die Gironde bekomme. Ich bin gespannt. Über Rochefort und entlang ein paar kleinerer Etangs geht es weiter südwärts. In Royan angekommen, suche ich als erstes einmal den Fähranleger. Als ich an diesem ankomme sind noch ein Mopped und ein Lieferwagen vor mir am Ticketschalter. Auf der Tafel mit den Abfahrtzeiten leuchtet ein Großes 15:45h. Mmmhh, es ist gleich 16 Uhr. Mal sehen was passiert. Aha, es waren "französische 15:45h" Zwinker Glück gehabt, ich entere die Fähre, die die nächste halbe Stunde über die Gironde Mündung schippert um Autos, LKWs und Moppeds im Hafen von Pte de Grave wieder auszuspucken. Da es nun schon früher Abend ist, gehe ich in Pte de Grave erstmal einkaufen. Auf dem Supermartkparkplatz komme ich mit einem deutschen Moppedfahrer ins Gespräch. Er empfiehlt mir u.a. einen Campingplatz direkt unterhalb der Dune du Pilat bei Arcachon. Da wunderbares Wetter ist, beschließe ich also noch heute bis zur Düne zu fahren. Die Dune du Pilat befinde sich am südlichen Ende des Bassins von Arachon. Sie ist ca. 120m hoch, 500m breit und ca. 2.700m lang, für europäisch Verhältnisse schon ein fetter Sandhaufen. Die Ostseite der Düne ist sehr steil, ca. 30-40 Grad und genau da führt eine kleine Treppe direkt vom Campingplatz du Pilat auf die Düne - ein lustiger Abendspaziergang. Aber der Sonnenuntergang, der sich prima vom Gipfel der Düne beobachten lässt, entschädigt allemal für die Anstrengung.





Am darauffolgenden Tag folge ich der Atlantikküste weiter Richtung Süden. Die Landschaft ist hier schon sehr flach und erinnert mich stark an die Lüneburger Heide. Straßenmässig wird es immer unspektakulärer. Langsam aber sicher kommt doch eine innere Unruhe in mir auf, die nach Bergen ruft! Also beschließe ich von der Küste weg einen südöstlichen Kurs einzuschlagen und die Pyrenäen anzusteuern. An Bayonne vorbei pirsche ich mich über kleinste Straßen und beschließe den Col de Aubisque zu überqueren. Endlich Berge. Leider liegen die Berge heute ab ca. 1.300m in den Wolken und da oben wird es schon recht feucht. Sicht teilweise sehr gering. Zum Teil folge ich von nun an Etappen der Tour de France.



Am späten Nachmittag erreiche ich einen schönen Camping a la Ferme südlich von Lourdes in einem herrlichen Tal inmitten der Berge. Bei einem leckeren Glas Cidre oder drei oder so ähnlich lasse ich den ersten Tag in den Bergen hier ausklingen. Lecker

Fortsetzung folgt…

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1. Landrover Defender 110 TD4 SW
BeitragVerfasst am: 20.02.2019 19:35:19    Titel:
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Nabend! Winke Winke

Weiter gehts...



Von nun an geht es über kleine und kleinste kurvenreiche Sträßchen durch die Berge, über Pässe, durch Hochtäler - Fahrspaß pur. Ich schlängle mich durch die Pyrenäen Richtung spanische Grenze. In Spanien habe ich die Port de la Bonaigua im Visier. Die Passstraße führt bis auf etwas über 2.000m Höhe - einfach traumhaft hier. Kurz danach befinde ich mich schon an der Grenze zu Andorra. Als ich das letzte Mal mit dem Motorrad in Andorra war, war es Anfang Januar - die Südauffahrt war damals sehr schön im Sonnenschein gelegen – Nordseite: Wintereinbruch Brrrr...ist das kalt. ... Dieses Mal ist es sehr warm - bis zu 30 Grad zeigt das Bordthermometer an. Kurz hinter der Grenze steuere ich also erstmal eine Tankstelle an, um meine Wasservorräte aufzufüllen und natürlich auch günstigen Sprit zu bunkern. Auf der Tankstelle ist es relativ leer - kein Wunder, viele tummeln sich wie Moskitoschwärme in den großen Konsumtempeln zum Einkaufsrausch. Entsprechend lang hinterher die Blechschlange in der Kontrolle bei der Ausreise. Hui, was da so alles wieder aus den Autos ausgeladen werden darf rotfl





Auf geht’s und zwei Tage später erreiche ich das Viaduc de Millau. Die Fahrbahn liegt in einer Höhe von bis zu 270 m über dem Tarn. Ein gigantisches Brückenbauwerk. Auf den Pfeilern stehen riesige Stahlpylone, an denen die Fahrbahn dann aufgehängt ist. Nach ein paar Fotos von unten fahre ich zum Autobahnanschluss um auch einmal dieses Bauwerk unter die Räder zu nehmen. Später zieht es mich lieber wieder in die Natur und weiter entlang der Tarnschlucht über ein Hochplateau in die Cevennen. Hier werde ich ein paar Tage bei Freunden in einer Pension verbringen.









Außer mir sind noch zahlreiche weitere Gäste in diesen Tagen dort. Teilweise sind die anderen auch auf der Reise und rasten hier für ein, zwei Tage, teilweise für mehrere Tage nutzen sie die Pension als Ausgangspunkt für eine längere Zeit um Tagestouren in der wunderschönen Umgebung zu unternehmen (Gorges du Tarn, Ardeche, Pont d´Arc, Cevennen, etc.). Ich nutze die Zeit um ein bisschen in den Bergen zu wandern. Beim Frühstück und beim hervorragenden Abendessen wird an der Großen Tafel viel erzählt und gelacht.

Nach zwei Tagen zieht es mich wieder in den Sattel. Heute möchte ich zur Ardeche-Schlucht - ein immer wieder lohnendes Ziel. Die Straße schraubt sich vom Einstieg im Nordwesten immer weiter empor. Von hier oben kann man herrliche Ausblicke in die Schlucht genießen. Später geht es wieder abwärts und ich folge der Rhone Richtung Süden. Hier weht ein recht kräftiger, aber warmer Wind - Mistral.

Da ich heute erst gegen Mittag gestartet bin, schaffe ich es nur bis in die wunderschöne Vaucluse-Region, am Fuße des Mont Ventoux - ein guter Ausgangspunkt für den nächsten Tag. Smile








Fortsetzung folgt…

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1. Landrover Defender 110 TD4 SW
BeitragVerfasst am: 21.02.2019 12:33:13    Titel:
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... und hier kommt der letzte Teil.

Ein Besuch auf dem Mont Ventoux darf natürlich nicht fehlen, er ist für mich geradezu zum Pflichtprogramm geworden, wenn ich in Südfrankreich unterwegs bin. Neu bei dieser Reise ist jedoch, dass ich endlich, endlich einmal von Norden her bis zu Gipfel und am Südhang wieder herunterfahren kann. Bislang war ich immer im Frühjahr dort und da liegt am Nordhang leider oft noch zu viel Schnee, der eine Überquerung unmöglich macht. Ob angekommen ist die Fernsicht grandios!



Bald geht es ostwärts durch kleine Wälder, ich möchte heute noch den Canyon du Verdon erreichen. Zuvor statte ich mal wieder dem Bikercafe du Midi in Revest du Bion noch einen Besuch ab. Später geht es entlang des Lac de St. Croix zum westlichen Einstieg der Südumfahrung des Canyons. Auf der Strecke ist fast kein Verkehr und so kann ich jede Kurve genießen, zumindest soweit, wie der Hauptsständer des Moppeds mir keine physikalischen Grenzen setzt ;-) Westlich ca. 15km vor Castellane findet sich ein kleiner, beschaulicher Campingplatz für die Nacht und ich schmiede Pläne für die nächsten Tage.

Die nächsten Regionen, die ich gerne befahren möchte sind die Alps Maritimes und Haut Alpes. Und so arbeite ich mich weiter ostwärts vor, durch die Montagne du Cheiron zum Gorges de la Vésubie. Von hier an werde ich durch die Route Grand Alpes Richtung Norden geleitet. Über traumhafte kurvenreiche Straßen geht es bei herrlichem Wetter immer entlang der französich/italienischen Grenze zum Col de la Bonnette. Hier schraubt sich die Straße bis auf über 2.800m empor - einfach ein Traum. Als ich in Barcelonnette einkaufe, komme ich mit einem deutschen Touren-Radfahrer ins Gespräch, er hatte gerade in Erfahrung gebracht, wo der nächste Campingplatz ist - wie praktisch. Hier in den Alpen ist zwar, wie die gesamte Reise schon prima Wetter, allerdings wird es jetzt im September nachts schon recht frisch in den Höhenlagen.











Am nächsten Tag geht es für mich weiter zum Nationalpark des Écrins. Hier gibt es südlich von Briancon einen Abzweig. Es handelt sich zwar um eine etwa 30km lange Sackgasse, ich nehme den Weg aber trotzdem, da es hier die Möglichkeit gibt, recht dicht an den Gletscher heranzufahren. Da es schon später im Jahr ist und fast keine Touristen mehr unterwegs sind in dieser Region ist es angenehm leer auf dem großen Parkplatz am Fuße des Gletschers und ich kann die tolle Aussicht genießen.

Später fahre ich zurück zur Hauptroute um via Briancon nach La Grave zu gelangen. Hier schlage ich heute mein Zelt auf und zwar mit einem phantastischen Ausblick auf den Gletscher, der gleißend im Sonnenlicht erstrahlt. YES Darauf ein leckeres, kühles Hopfengetränk! Lecker









La Grave ist für mich auch ein idealer Ausgangspunkt um am nächsten Tag den "Galli", den Col du Galibier mit seinen 2.642m zu überqueren. Morgens früh ist es dort oben noch recht frisch. Dafür genieße ich den tollen Ausblick und die frische klare Luft. Noch eine Weile erfreue ich mich an den Kurven der Route Grand Alpes, dann ist auch schon Albertville und kurz darauf Annecy erreicht. Ich fahre an diesem Tag noch bis in die Gegend von Dijon. Dort verbringe ich noch zwei Tage bei immer noch hervorragendem und begebe mich dann auf die 500km nach Hause.






Es war eine phantastische und vor allem sehr abwechslungsreiche "Grand Tour de France". Frankreich ist ein tolles Reiseland! Und obwohl ich ja sehr gerne Fernreisen unternehme, liegen viele tolle Ziele auch beinahe vor der Haustür! Seit dieser Tour, die nun schon mehr als zehn Jahre zurück liegt, war ich noch öfter dort. Vor allem natürlich die Alpen, sind immer noch ein magischer Anziehungspunkt!

Weitere Reisebilder aus den letzten zwanzig Jahren on- und offroad gibt’s bei Interesse auf meiner website www.el-dracho.de Schaut gerne mal vorbei Smile

Grüsse, Björn

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hexchen
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1. Pinguin 10 Jahre und 402000km
2. MTB
3. Besen mit unbegrenzten Flugkilometern
4. -)!
BeitragVerfasst am: 22.02.2019 12:45:07    Titel:
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Winke Winke Merci dafür Björn!!! YES Knuddel

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Grüße hexchen
Meist kam ich mit leeren Händen von der Jagd zurück,
aber nie mit leerem Herzen....
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Saw
Offroader
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Mit dabei seit Mitte 2014


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1. Yamaha XT 660 R
BeitragVerfasst am: 22.02.2019 13:06:21    Titel:
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Hey Björn,
schöner Bericht und tolle Fotos.
Die Tour Grand Alpes steht ganz oben auf meiner Liste. Winke Winke

Warst du mit der blauen XT 660 unterwegs ?

Gruß Wolfgang Smile
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El-Dracho
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1. Landrover Defender 110 TD4 SW
BeitragVerfasst am: 22.02.2019 14:47:46    Titel:
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hexchen hat folgendes geschrieben:
Winke Winke Merci dafür Björn!!! YES  Knuddel

Gern geschehen! Winke Winke Smile

Saw hat folgendes geschrieben:
schöner Bericht und tolle Fotos.

Danke! Smile

Saw hat folgendes geschrieben:

Warst du mit der blauen XT 660 unterwegs ?

Nein, auf der Frankreichtour mit ner 12er GS - jeder macht mal Fehler rotfl ne, Spass beiseite, für weitestgehend onroad und Europa/ Nordamerika sicher ein tolles Mopped, für mich persönlich jedoch zu emotionslos und zu wenig Enduro Zwinker

Grüsse, Björn

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Matthias
Verdienter Held der Arbeit
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1. rasender Campingstuhl mit Flügeln
2. Ovlov
3. Dnepr MT11 (fährt noch nicht)
4. Honda Transalp
BeitragVerfasst am: 25.02.2019 08:31:36    Titel:
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Schöner Bericht, danke! YES

Irgendwie las es sich schon zwischen den Zeilen nach großer GS. rotfl
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El-Dracho
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1. Landrover Defender 110 TD4 SW
BeitragVerfasst am: 25.02.2019 20:11:39    Titel:
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Matthias hat folgendes geschrieben:
Schöner Bericht, danke! YES

Irgendwie las es sich schon zwischen den Zeilen nach großer GS. rotfl


Danke Smile

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Robert Stückle
Robert Grotz
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1. Mercedes W163 ML500
2. Mercedes W166 ML350 BT
3. Land Cruiser KZJ 73
4. Land Cruiser RJ 70
5. Octavia 2.0
6. Samuritschka
BeitragVerfasst am: 16.08.2019 05:53:29    Titel:
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Danke für "mitnehmen ".

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Liebe Grüße Robert

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angelone
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1. '17 Jimny Comfort AT
2. '98 Santana Long
BeitragVerfasst am: 17.08.2019 16:31:16    Titel:
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Vielen Dank für die schönen Eindrücke :)
Da möchte ich ja eigentlich auch Mal nach Frankreich.

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mfg
Martin
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Andyrx
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1. Kia Sorento 2,5 EX 4x4
2. Dacia Duster 4x4 DCI
3. BMW 328i Cabrio LPG
4. Mazda RX-7 Cabrio
5. Renault Laguna 3
6. Citroen Pluriel 1,6 Automatik
BeitragVerfasst am: 17.08.2019 17:42:04    Titel:
 Antworten mit Zitat  

Sehr schöner Bericht .....gibt soviel zu entdecken in Europa da muss man gar nicht soweit fahren um tolle Eindrücke zu „ erfahren „

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geht nicht gibts nicht
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El-Dracho
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1. Landrover Defender 110 TD4 SW
BeitragVerfasst am: 19.08.2019 19:08:50    Titel:
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Gern geschehen - freut mich wenns gefällt! Smile

Grüsse, Björn

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