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Desertcruisers Alleingang nach Mauretanien

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Desertcruiser
Der mit dem Y60 tanzt
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...und hat diesen Thread vor 2688 Tagen gestartet!


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BeitragVerfasst am: 19.04.2012 21:14:49    Titel:
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Tag 6, 15.12.2011

Tag zum ausruhen im Hotel...

Ich kann die Wäsche im Hotel abgeben, sie wird mir für 5€ gewaschen. Nett! YES

Ich kann schon etwas Bilder aussortieren.

pünktlich um 17:00 kann ich die saubere Wäsche abholen und verziehe mich wieder aus dem Hotel.


Weiterfahrt auf der Landstrasse Richtung Süden.

Ich halte mich peinlichst genau an alle (Teilweise sinnbefreiten) Verkehrsregeln.


keine Polizei.

Schade.




Fahrt durch den ersten offiziell angegebenen Minengürtel.

Ich mag ja nicht dramatisieren, aber Kamele hat es da seit einer Weile keine mehr. Ist denen auch zu riskant!

Kurz nach em Gürtel, Suche eines geeigneten Nachtplatzes. Noch bei Dämmerung finde ich einen traumhaften Platz an einer grossen Sicheldüne.
Feierabend.

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BeitragVerfasst am: 19.04.2012 21:30:33    Titel:
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Der Übernachtungsplatz am Morgen...

So könnte ich jeden Tag erwachen. Man beachte auch die vom Sand bedrängen Büsche.


Nun, da ich weiter auf der Strasse fahre, komme ich unweigerlich in Kontrollen.

Diesmal:

Gendarm: Nationalität?
Ich: Schweiz
Gendarm: Was haben sie in diesen Kanistern? (Meine stillen 4x20L Dieselkanister als Beifahrer)
Ich: Leer. Da kommt viel Diesel rein für den grossen Sandkasten in Mauretanien
Gendarm: Nationalität?
Ich: (etwas verunsichert über die selbe Frage) wieder Schweizer
Gendarm: Allez, bonne Voyage

Feeeeeeerien....


Da könnte man sogar hurtig rein...

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BeitragVerfasst am: 19.04.2012 21:35:09    Titel:
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Erneute Kontrolle.
Diesmal wieder Polizei.

Polizist: Guten Tag, wo wollen sie hin?
Ich: Tee und Wasser holen, dan Mauretanien
Polizist: Zeigen sie mir den Pass - oder haben sie etwa Fiches?
Ich: Ja, voilà
Polizist: Geben sie mir den Versicherungsnachweis (Das erste mal wollte jemand den sehen...)

Polizist: Geben sie mir "un bon billet" (Par Dirham/Euronen) und ich werde sie ziehen lassen.
Ich: Ah non, vraiment pas!!!

2min warten, dann konnte ich gehen rotfl







wer kennt es?

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BeitragVerfasst am: 19.04.2012 21:50:41    Titel:
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Ich als offizieller Reihensechser-Fan, Stelle mal ein kurzes Video rein von einer Strandfahrt. Supi Heiligenschein

Eigentlich sieht man so gut wie nichts, aber der Horizont neigt je nach Kurvengeschwindigkeit mehr oder weniger. Heiligenschein
Link zu Youtube (neues Fenster)
Aus Datenschutzgründen, können nur angemeldete Nutzer das Video direkt hier sehen.

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BeitragVerfasst am: 19.04.2012 22:09:08    Titel:
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Ein Erlebnis aus dem Alltag, das aufzeigt, wie man sich in Menschen täuschen kann...

Bei einer Tankstelle frage ich nach Wasser.

2 Männer kommen zu mir und sagen, ich solle ihnen folgen.

So lande ich in einem Café (CTM in Bojador)

Der Besitzer wirkt doch sehr mürrisch und verbissen, ist wortkarg und durchaus unfreundliche zu mir.

Offenbar ist er schon informiert über meinen Wunsch nach Wasser und sagt: "Bringen sie mir die Bidons"
und: "Suchen sie nicht noch nach China-Tee?"

Der Besitzer des Restaurants schickt einen seiner Serviceleute los, um auf dem Markt China-Tee einzukaufen. )Was für eine Dienstleistung eigentlich...!)
Hätte ich doch auch selber...

Gemäss Absprache soll das Kilogramm China-Tee 120DH kosten.

Der Junge Mann kommt kurze Zeit später angelaufen und faselt was zum Chef.
Dieser übersetzt mir ins Französische: "Er hat den Tee zum Einkaufspreis übers Café gekriegt, sie zahlen somit nur 70DH."
Zu dieser Zeit hat mir/uns der Chef schon einen Tee bereitet, den ich für alle bestellt habe. Ich komme mit weiteren Einheimischen ins Gespräch.
Nun werde ich mehrmals willkommen geheissen und zu jemandem nach Hause eingeladen usw.
Und dies alles, ohne mir etwas verkaufen zu wollen.

Das Wasser wird abgefüllt, ich kriege vom Wasser, welches der Besitzer eingekauft hat (Ohne Chlor) um davon für die Kunden den Tee zu machen.
Der Preis ist abgemacht.
60L kann ich beziehen.


Auf einmal soll das Wasser aber nichts mehr kosten. Er schenke es mir, sowie die Teerunde.
Zu bezahlen bleibt nur noch das Kilogramm China-Tee

Ohne eine Bedingung daran zu knüpfen erweist er mir so viel Gutes!


Überwältigt verlasse ich die hübsche Stadt und fahre weiter in Richtung Süden.

Ein Nachtplätzchen am Meer sorgt für feuchte Träume und ein vom Wind durchgeschütteltes Fahrzeug.





Feierabend.

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hudemcv
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1. keines
BeitragVerfasst am: 20.04.2012 08:12:47    Titel:
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Sehr schöne Geschichte und auch in dieser Region sicher nicht soo alltäglich, oder?

Gute Fahrt weiterhin. YES

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*träume ....*
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BeitragVerfasst am: 20.04.2012 18:40:44    Titel:
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Danke für das Kompliment!

Bezugnehmend auf das oben genannte Beispiel, wage ich zu behaupten, dass die Menschen dort doch um Meilen "wärmer" zu ihren Gästen sind, als es manche (oder durchschnittliche) Mitteleuropäer sind... Unsicher

Eingeladen wird man relativ rasch einmal.

Als anständig gilt ein Annehmen der Einladung, wenn man vorher mindestens 3x abgesagt hat!
So hat der Einheimische den Gewinn.

Habe viele sehr schöne Erfahrungen gemacht. Mehr dazu später.

Bald komme ich auf den zentralen Teil dieser Reise...

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BeitragVerfasst am: 20.04.2012 19:05:37    Titel:
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weiter gehts...

Windige Nacht. Der starke Wind in der Westsahara zieht mir den ganzen Tag um die Ohren.
Beim Kochen heisst das, die Front des Fahrzeuges immer schön gegen den Wind ausrichten und nach der Pause quietschende Keilriemen in Kauf nehmen. So bleibt das knirschend-knusperige Erlebnis beim Essen aus.

Heute werde ich einige Male zum Anhalten genötigt. Normale Autostopper, meist nach grösseren Tankstellen oder Dörfern.
Mein Auto ist voller Material, 80l Diesel als meine lebensversichernden Beifahrer und keinen Beifahrersitz.
So kriege ich halt ab und zu den Mittelfinger zu sehen, als ich mit der Achsel zucke und vorbeifahre...

Heute gibts Polizisten, die mich nach Whiskey und Bier fragen. Auch mal originell.

Sinnbefreite 60er Zonen auf einer Landstrasse, die gut mit 100km/h befahren werden kann.
Ich vermute, mit ca. 65km/h in eine Radarkontrolle geraten zu sein. Abbremsen, Abstecher ins Gelände und brav den Posten umfahren.
Von dieser Strasse biege ich ab...


Dafür habe ich Zeit, mein Auge den schönen Details zu widmen. Sind das nicht enorme Gegensätze? Leben/Tod




So eine Art Flechte. Überlebt durch die hohe Luftfeuchtigkeit am Meer bei der kühleren Tageszeit



In Dakhla nehme ich weitere 240l Diesel auf. a 5,2 DH (ca. 50 Eurocent, je nach Kurs)
Einige Fladenbrote und Trinkflaschen. Fruchtsaft zum verdünnen, so habe ich etwas Geschmack im Wasser... Ätsch

Der Einheimische ist nicht motiviert, die vielen Kaniste aufzufüllen. Als jedoch das Geld kommt, ist er wieder glücklich.


Somit habe ich nun ein Kampfgewicht von über 3t mit 310l Diesel gesamthaft.
Wasser hab ich keins gekriegt. Das muss ich hier in 5l Flaschen kaufen (12DH). Fliessend ist nicht verfügbar...

Suche des Nachtplatzes in der Nähe von Dakhla.
Wunderschöner Platz, gänzlich bepflastert mit Wohnmobilen.


Ansich zeiht es mich da hin, mal zu sehen, was da alles für Köpfe vor sich hinvegetieren und die Einsamkeit in ihren vier weissen Wänden geniessen.
Jedoch steht genau davor eine Polizeipatrouille, die verhindert, dass Bettelnde hineingelangen und so die WoMo's vertreiben.

Und ausserdem, mein Patrol will da gar nicht rein. Der geneigte Patrolkenner sieht es dem Patrol an, dass es gegen seine Natur geht... Asphalt tut ihm ja sowieso nicht gut.

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BeitragVerfasst am: 20.04.2012 19:26:18    Titel:
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Nein. Sowas brauche auch ich nicht.

Ich suche mir einen Hügelzug mit Blick auf die wunderschöne Halbinsel aus.
Ob ich einen Weg da hoch finde?

Da kommt erstmals eine ganze Reihe Patrols aus einem Camp. Da muss ich anhalten und hinschauen...


Ich finde eine Auffahrt auf einen Hügel.
Weichsand und als erstes mal grad steckenbleiben.

Die Naben sperren und die hintere Diffsperre betätigen, dann etwas mehr Gas und der Altstahl ist oben.
Nun gut, hier kommen die WoMo's nicht so schnell hoch. Die drängen sich wie Sardinen unten auf den Platz und streiten sich jetzt vielleicht, was sie zum Nachtessen machen wollen... Obskur

Ist das nicht schön?


Ich fahre ein Stück weiter und finde ein altes Dorf. Es ist verlassen.


Mir wird etwas komisch zumute. Überall liegen Teile von Fahrzeugen, Knochen, verschossene Munition und Hülsen. Hier ging mal was...













Abträchtig ist dieser Umstand der ganzen Idylle zwar nicht, jedoch bin ich hier in einem Gebiet, dass noch nicht gänzlich von Minen geräumt ist. Südlich von Dakhla muss man durchaus aufpassen.


Nun habe ich wieder einen langen Abend, um den vorbeifahrenden Lichter zuschauen zu können.
Einige Kilometer weiter vorne sehe ich ein Fahrzeug herannahen, welches erst nach 10min meine Höhe erreicht. Es fährt vorbei. Ich kann ihm vielleicht noch 5min zuschauen, bis das kleine rote Licht am Horizont verschwindet.
Ich liebe diese Weite...

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BeitragVerfasst am: 20.04.2012 19:43:05    Titel:
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Heute, der neunte Tag im Alleingang. Komischer Tag eigentlich...

Die Wüste zeigt sich von ihrer harten Seite.

Der enorme Sandwind lässt einem keine Weitsicht.

Ich mache noch einen kleinen Rundgang auf meinem Nachtplatz. Nun scheint wieder alles friedlich.


Fladenbrot, Butter, Melasse, 1/2l Schokolade, und eine Orange. Jajaa, ihr seht es selber. Gut war vor allem die Orange. Die sind dort sonnengereift und zuckersüss. Werden nicht halbreiff von den Bäumen runtergeprügelt.


Dann weiterfahrt in den Süden.


Ich entdecke einen reizenden Sandstrand mit ganz hellem Sand.



Natürlich muss man da auch noch schnell drüberprügeln - ist doch klar.
Ich fahre mit etwas viel Reifendruck rein. Geht am Anfang gut, bis der Sand wieder dunkler wird. Hier trägt er mich auf einmal nicht mehr und ich sacke ab wie ein Stein. Finde ich eigentlich nicht nötig.


Der Desertcruiser überlegt nicht lange. Luft ablassen, vielleicht kann ich mich noch freiwühlen. Trotzdem kommt ein wenig Bedenken auf. Sogar zu Fuss sacke ich ziemlich ein. Doof aber auch, da reinzufahren Hau mich, ich bin der Frühling (Ich würde es aber doch wieder tun.)
Kurze Zeit später ist der Patrol wieder frei. Keine Bleche verlegen müssen
Kampfspuren:



Ein wenig später an der Landstrasse


Da fährt man doch in die Wüste und will im Sand fahren. Dann gibts auch hier solche Spassbremsen, die den Sand wegräumen und entsorgen. Die EU marschiert wohl auch hier ein.

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BeitragVerfasst am: 20.04.2012 19:56:05    Titel:
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5km später finde ich einen eingesandeten Militär LKW.
Er steht schieff im Weichsand und hat vorne rechts einen Reifen abgedrückt. Militärische Objekte darf man ja nicht fotografieren.
Darum:

Ein Renault LKW. Randvoll mit Kies gefüllt. Aus eigener Kraft kann er sich nicht befreien.
Die Crew schaufelt mit einem Holzbrett den Sand um das vordere linke Rad aus. Sehr starker Wind, man sieht fast nichts.
Natürlich haben sie keine Sandbleche und schon gar kein anständiges Bergungsseil. Rein gar keine Ausrüstung.

Der Abstecher in die Botanik erklärt der Fahrer: "Das war willentlich".
Ich denke, er ist eingeschlafen und dann von der Strasse abgekommen. Denn da ist keine Abzweigung. Und Weichsand sollte das schwere Trumm meiden.

Ich helfe mit meiner Schaufel mit. Immer rutscht frischer Sand ins Loch. Der Wind tut seinen Beitrag dazu.

Ein zweiter, seeeeeehr schöner LKW hält an.


Natürlich ist auch er nicht ausgerüstet. Auch der dazufahrende HJZ Pick-Up nicht.

Meinen 9t Bergegurt opfere ich nicht. Lustlos gibt mir einer die Pelle zurück und wartet. Per Funk soll Rettung angefordert werden.
Ich kann hier nicht mehr helfen ausser mit ihnen zwei, drei Orangen zu teilen...

Weiterfahren, Mittag essen, weiterfahren.

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BeitragVerfasst am: 20.04.2012 20:16:36    Titel:
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Ich entdecke, etwas fernab der Strasse ein W160 Patrolwrack. YES

Mein Herz schlägt höher...


Die Kilometerleistung kann sich sehen lassen. Vertrau mir (ob jetzt plus, oder minus 100'000km)


Ich kontrolliere das Öl. Es ist brandschwarz, wie es sich gehört. Ätsch
Der Ölstand ist niedrig, auf dem Minimum. der fehlende Öleinfülldeckel lässt Sand in den armen Motor eintreten.

Der Motor ist ein SD33 Sauger. Reihenpumpe. Eigentlich geht der nicht kaputt. Nee, oder?


Dieses Fahrzeug steht auf 2 Rädern und 2 Bremsscheiben mit Steinen unterlegt.
Offensichtlich ist der Wagen aufgegeben worden.
In der Nähe steht eine Relaisstation von Maroc Telecom mit Stacheldraht auf den Mauern. fortschrittliche Solarzellen versorgen die Anlage mit Sonnenstrom. Dahinter steht noch ein Y60 Patrol.


Niemand ist zu sehen.

Ich untersuche weiter den W160. Sehe eine Förderpumpe, Schläuche, Schellen und einen Dieselfilter. Sowie das NISSAN-Hardcore-Emblem. Baue zwei, drei wichtige Teile aus.
Jaaa Maurice, daaas ist es!!!!!!!!! Knuddel


Ich schaue mich um. Immernoch niemand da. Ich gehe zum Y60 ran und schaue mal durch die Seitenscheibe. Berühre sie unbeabsichtigt. Fällt sie einfach runter in die Türe. Unsicher

hmmm. Ich ziehe sie wieder hoch und sie hält sich nicht fest.

Dann fahre ich wieder los nach Süden. Hab ja alles, was ich brauch.

Diese Strasse......
- - - - - - - - - - - - - - - -

keine Kurven.


Ich habe Zeit und fahre langsam.



plötzlich komme ich ins Grübeln.

Bin ich jetzt auch so ein "Pistengeier"?

Gehörte der Patrol doch zum Haus. Vielleicht dient der W160 ja als Ersatzteillager?!

Nein. Doch. Hmmm.




Ich halte an. Nein, das geht nicht. Ich kann doch nicht einem Einheimischen den Patrol zerlegen.
5km Strecke fahre ich zurück und lege die Teile eingewickelt in ein Tuch wieder in den Patrol Fussraum rein.

Die Sache hätte mich noch lange verfolgt, das weiss ich. Nun ist wieder gut.

Fahre wieder los und lasse das interessante Wrack alleine zurück.

Alleine?


Nein.

nach ungefähr wieder 5km hat mich der Patrol eingeholt.
Schreck!!!

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BeitragVerfasst am: 20.04.2012 20:39:12    Titel:
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Zuerst denke ich, er will überholen und blinke rechts, als Zeichen, dass er freie Fahrt hat.

nein, er will dass ich anhalte.

Längst hätte ich dem 4,2er Sauger davonbrennen können...

Der bärtige, grosse Mann steigt aus und empfängt mich mit einer Umarmung.
Er weiss noch nicht, was genau in mir vorgeht, Er weiss auch nicht, was sich gerade abgespielt hat.

Er sagt mir, dass er mich gesehen hat wie ich (das zweite mall) weggefahren bin.
Dann ging er zu seinem Patrol und sah die offene Scheibe.

Das sieht natürlich nach Diebstahl aus.

Ich erkläre mich und er ist vor Freude ganz aus dem Häuschen.
Sofort lädt er mich zu sich und seiner Familie auf einen Tee ein.

Wieder fahre ich zurück zur Station. Noch ist mir alles etwas suspekt. Jedoch lässt bei mir seine überschwengliche Freundlichkeit jeden Zweifel verfliegen.

Da er den Tee erst noch machen muss, schenkt er mir Milch. Ich gehe zum Fahrzeug und schenke ihm 1/2l Schweizer Milch und 2 glückliche Schweizer Hühnereier. Erkläre ihm, wie man zusätzlich mit Mehl, Crêpes macht Grins

Lange sitzen wir nun am Tee und berichten über dies und das. Das vorgefallene ist bereits vergessen...

Ich verspreche ihnen beim Abschied, auf der Rückfahrt der ganzen Familie Crêpes zu mache. Ich darf die Teile mitnehmen und dann zurückbringen, wenn ich wiederkomme. Quasi Leihteile Smile



Glücklich bin ich über diese Begebenheit.
Was wäre aber gewesen, wenn er mich mit all dem Material eingeholt hätte?
Erklärungsnotstand. Ich mag nicht anlügen.

Hier habe ich gelernt, besser auf mein Herz zu hören.

Etwas weiter gefahren.
Um den wunderschönen Sonnenuntergang etwas besser sehen zu können, fahre ich direkt an den Strand.
Geniessen und ausspannen ist angesagt.




Viele Kilometer kann ich nicht mehr fahren. Am Wegesrand sind überall Wegweiser/Tafeln.
Glatt ignoriere ich sie fortan, weil man den Hinweis/die Richtungsangabe nicht mehr sehen kann. Weggerostet.


Nachtplatz, etwas ab von der Strasse gefunden. Direkt hinter ein par kleinen Hügeln. Ich sehe noch knapp zur Strasse, jedoch bin ich hier etwas verborgen.

Kurzer Blick aufs GPS um den Morgigen Tag etwas zu planen.

Erneuter Schreck!!!!

Ich befinde mich kurz vor einem Minenfeld. Klar habe ich dies im GPS verzeichnet. Jedoch schwimmen Minen teilweise bei starkem Regen. Hmmm. Das hingegen brauche ich jetzt nicht.
Zurückfahren ist nicht, ich sehe meine eigenen Spuren kaum. Hoffen!

Auf dem GPS sehe ich, dass es 12km südlich von mir ein Tödlicher Minenunfall gegeben hat.
Das rundet den Tag doch ab. Ja

Es folgt eine fast schlaflose Nacht. Angst, was wird Morgen bei der Rückfahrt zur Strasse werden?

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1. Automobile Randgruppe - Menschen wie Sie braucht unser Land. Und falls nicht, können Sie noch immer in der mittleren Mongolei als Gnu-Dompteur anheuern.
BeitragVerfasst am: 20.04.2012 21:27:35    Titel:
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Respekt Winke Winke Smile

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Es wird zuviel erzählt von zu wenig Erlebtem!
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BeitragVerfasst am: 20.04.2012 22:11:54    Titel:
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Ich muss ja sagen, ich bin fast schon neidisch auf Deine Erfahrungen mit den Einheimischen dort.
In Ostafrika ist es in den 9 Jahren, die ich dort rumfahre, kein einziges Mal passiert, dass ich ohne Geld-Absichten eingeladen wurde.
Ganz zu schweigen von Situationen, in denen ich auf fremde Hilfe angewiesen war, da musste ich dann so richtig bluten, mehr als einmal.

Letztens habe ich nach einer Tankstelle gefragt, die dann ziemlich unsichtbar ein paar Meter weiter hinter einem großen LKW war.
Als ich tankte, wollte der Mann, der mir sagte, wo die Tankstelle ist, Geld, der LKW-Fahrer wollte Geld (er musste 5 Meter vorfahren, weil er die "Zapfsäule" blockierte) und der Tankstellenbetreiber wollte zusätzliches Geld, weil ich seinen letzten Diesel tankte....
Zu viel Tourismus?

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Die Welt ist zu groß, um sie immer nur auf einer Straße zu erkunden.
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