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Solartasche / Batteriekiste für Camper

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kleisterfahrer
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BeitragVerfasst am: 17.01.2020 23:03:01    Titel:
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Ok, hoffentlich begriffen und plausibel, danke!

Eine Kompressorkühlbox mit 30 Ah liefe also am 12V-Anschluss 3,9 Stunden im Dauerbetrieb, richtig? Die Restreserve noch abgezogen. Bei nur gelegentlichem Einschalten und kaltem Inhalt könnte man dann ja auf die 12 Stunden plus kommen.

Wie rechnete sich das, wenn ich die 230V Steckdose an dem Gerät nehme - gleich oder ist ruckzuck Schluss?

Danke für die Aufklärung, ich glaube, da haben viele so wenig Ahnung wie ich...

Güße H
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jimny175
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Mit dabei seit Anfang 2017
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1. Polaris ACE 570
BeitragVerfasst am: 18.01.2020 07:38:47    Titel:
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Morgen,
nicht ganz,

Vorneweg, Wattstunden oder Amperestunden sagen das Gleiche aus.
Die Wattstunde bezieht sich auf die Leistung des Geräts, die Amperestunde auf den aufgenommenen Strom.
Leistung und Strom sind über die Spannung verknüpft,
Leistung ist Strom mal Spannung. Als Spannung setzt man die Nennspannung der Batterie an.

30Ah (Amperestunden) ist die Kapazität (Inhalt) einer Batterie bzw. der Verbrauch eines Gerätes über eine bestimmte Zeit betrachtet.

Eine kleine 12V Kompressorkühlbox hat eine Leistung von etwa 30W, das entspricht einem Strom von 2,5A.
Bei 10h Dauerbetrieb wären das 300Wh oder 25Ah.
Im Normalfall läuft die Box nicht ständig, sondern schaltet nur hin und wieder ein.
Werden warme Dinge in die Box eingebracht, muß sie die erst herunter kühlen und läuft entsprechend länger.
Bei bereits kaltem Kühlgut muß die Box nur die Wäreverluste ausgleichen und läuft seltener.
Das kann an natürlich auch ausrechnen.
Ein guter Durchschnittswert für eine Kompressorbox sind 250Wh pro Tag.

Wichtig ist, das die real verfügbare Kapazität eines Akkus kleiner ist als die Nennkapazität.
Bei Blei ist das etwa 50%, bei Lithium mindestens 80.

Die Box aus dem Beispiel oben würde an der 166Wh Powerbank also etwa eine halben Tag betrieben werden können.
Peltier- oder Absorberboxen etwa 1/5 oder 1/10 davon.

Wenn an der Powerbank 230V Geräte betrieben werden, muss man etwa 80% Wirkungsgrad des Wechselrichters dazurechnen.
Bei gleicher Geräteleistung ergibt sich also eine etwa 20% geringere Betriebszeit.
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kleisterfahrer
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BeitragVerfasst am: 18.01.2020 14:41:16    Titel:
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Danke für die Mühe und die ausführliche Antwort! Jetzt haben es auch so Dummies wie ich begriffen.
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kleisterfahrer
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BeitragVerfasst am: 22.02.2020 17:22:24    Titel:
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Hi, Update und Testberichte:

Ich habe erst einmal die Beaudens Powerbank 166 Wh gekauft für 99,90 Euro; derzeit ist sie durchhängig nur noch für 139,99 Euro aufwärts zu haben, z.B.

https://www.amazon.de/BEAUDENS-Generator-Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie-Anschl%C3%BCsse-Emergency/dp/B07TBBZDPK/ref=pd_sbs_60_1/257-1113016-3798064?_encoding=UTF8&pd_rd_i=B07TBBZDPK&pd_rd_r=c75ad54a-0b53-4064-bd77-449b4c94a3e2&pd_rd_w=ksVgI&pd_rd_wg=Wp0AV&pf_rd_p=c8718c55-fb13-473f-a41c-592a17ad3468&pf_rd_r=6HWW72YBCR3TDADSX39K&psc=1&refRID=6HWW72YBCR3TDADSX39K

Das Gerät überzeugt erst einmal äußerlich durch soliden Aufbau mit Metallgehäuse. Das Besondere an dem Gerät sind der Lithium-Eisen-Phosphat-Akku und der enthaltene MPPT-Solarregler, der sonst alleine schon um 60 Euro kostet. In der Kombination kenne ich derzeit kein anderes Gerät in dieser Preis- und Größenklasse; auch für 140 Euro ist der Preis noch konkurrenzfähig.

Ich habe zunächst mehrere Testreihen an meiner Kompressorkühlbox Mobicool FR40 durchgeführt, wobei die Umgebungstemperatur inhouse bei etwa 22 Grad lag. Der Akku wurde am Netz vorher voll geladen. Leer zunächst auf 4°C heruntergekühlt, hielt die Box etwa 14 Stunden durch, wobei das natürlich kein repräsentativer Test ist.

Realitätsnäher beladen mit 8 Literflaschen Wasser, von denen alle 2 Stunden 2 gekühlte entnommen und durch 2 andere mit Zimmertemperatur ersetzt wurden, hielt die Box in 3 weiteren Tests 6,5 - 7 Stunden durch, bevor sie abschaltete und die Innentemperatur mehr als 2° über die Zieltemperatur anstieg. Dabei war es überraschenderweise nur von geringer Bedeutung, ob zunächst der Gesamtinhalt auf Zieltemperatur heruntergekühlt wurde oder ich mit bereits vorgekühltem Inhalt auf Akkubetrieb umschaltete. Das Herunterkühlen auf Zieltemperatur hat 2 von 5 Ladebalken vebraucht.

Egal war auch, ob ich die Zieltemperatur auf 4° oder 6° festlegte. Die Mobicool schaltet ab, bis sich die Innentemperatur 1° über die Zieltemperatur erhöht hat. Dann springt sie an und kühlt dieses Grad wieder herunter. Stromverbrauchstechnisch ist es egal, ob das von 5° auf 4° erfolgt oder von 7° auf 6° - was eigentlich auch logisch ist.

Weil mir diese autarke Standzeit zu kurz ist, habe ich mir dann noch dieses Solarpanel gekauft:

https://www.ebay.de/itm/50W-faltbares-Solarmodul-12V-FSP-2-Ultra-Offgridtec-12-Volt-Solarpanel-Faltmodul/283708835638?hash=item420e5d4736:g:r-4AAOSws~Bd8zR5

Ich habe mich gezielt für dieses 50W-Panel entschieden, weil es mit einem max. Ladestrom von 2,8 A gut zum Beaudens Powerpack passt, das nur 2 A aufnehmen kann und ein wattstärkeres Panel also nur Leistung verpufft, weil ich mir von den Solarzellen aus deutscher Fertigung bessere Ausbeute erhofft habe als bei China-Ware, weil es ohne Solarregler trotz der Markenzugehörigkeit mit 100 Euro günstig ist, und weil es kompakt daherkommt. Um das Teil mit dem Powerpack zu verbinden, musste ich noch einen D-S MC4 Stecker nachkaufen, aber das sind nur wenige Euro.

Heute habe ich das auf unserem Südbalkon bei Sonnenschein ausprobiert, Außentemperatur 18°. Der Akku war etwa halbvoll, blinkende Ladeanzeige beim Start auf Ladebalken 3/5. Akku voll geladen 5/5 nach 2,5 Stunden. Dann die Kompressorkühlbox angeschlossen und 3 Literflaschen Wasser reingepackt und noch eine vierte mit heißem Wasser 65°. Das Ganze wurde dann in ca. 1:20 h Dauerbetrieb auf 5° Zieltemperatur heruntergekühlt. Die Box stand dabei in der Sonne und erwärmte sich an der Oberfläche sehr spürbar.

Die Ladeanzeige am Akku blinkte in dieser Zeit stets auf Balken 5/5, kurzzeitig signalisierte das Gerät immer wieder "voll". Nach dem Herabkühlen sprang die Box in kürzeren Abständen an, was am Akku nach einigen Minuten Laufzeit den Ladebalken 5 zum Blinken brachte. Einige Minuten nach dem Abschalten sprang die Anzeige wieder auf voll. Das hielt auch so an, als sich der Himmel am Nachmittag zunehmend verschleierte. Erst bei dichterer Wolkendecke erfolgte keine Ladung mehr und die Ladeanzeige sprang auf Balken 4/5.

Dies zeigte mir zu meiner Zufriedenheit, dass die Kühlbox jedenfalls bei den heutigen Parametern nicht mehr Strom braucht, als über das Solarpanel in die Powerbank reinkommt, sondern da eher noch Reserven sind. Wie sich das bei sommerlichen Temperaturen verhält, bleibt abzuwarten. Im Moment sieht diese Gerätekombination jedenfalls sehr gelungen aus.

Ich werde weiter berichten.

Grüßle H.
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rg
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1. Jimny FJ
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BeitragVerfasst am: 19.05.2020 14:47:13    Titel:
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Um eine kleine mobile Solaranlage beim autarken Campen nutzen zu können, welche vom KFZ oder Wowa/Womo, vom Standort und Schattenverhältnissen flexibel und unabhängig ist, kann man solche fertig kaufen oder sich deutlich preisgünstiger selbst anfertigen.

































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BJ Axel
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BeitragVerfasst am: 19.05.2020 17:29:16    Titel:
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Wie putzig - cool gelöst!

_________________
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BeitragVerfasst am: 19.05.2020 19:23:48    Titel:
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Es sollte ja tragbar und mobil sein. Da sind 45Ah völlig iO. Das Solarpanel könnte ruhig 60W haben, aber das 30W war einfach vorhandener Altbestand.
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