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JoergMoeller
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...und hat diesen Thread vor 230 Tagen gestartet!


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1. Ford Maverick 2.4i, 5 Türer, BJ 1996
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BeitragVerfasst am: 28.12.2019 10:37:30    Titel: Lettland / Litauen / Estland
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Hallo,

ich konnte die Dame endlich überzeugen mal einen kleinen Roadtrip im Jeep zu machen, so im Juli/August. Das Ziel wäre möglichst oft om Freien in der Natur zu übernachten, gelegentlich aber auch mal ein Hotel/guten Campingplatz zwecks Dusche etc. anzufahren. Geschlafen wird im geräumigen Zelt, ein bisschen Equipment habe ich schon, aber wenig bis gar keine Camping Erfahrung.
Ich möchte mich jetzt ein bisschen an die Routenplanung machen und wäre dankbar für Tipps zu Büchern, Internetseiten, Blogs, Karten, ... Routen, Sehenswürdigkeiten.
Der Jeep ist Geländegängig mit Eigrnbergungsmöglichkeiten, es dürfen gerne unbefestigte, aber legal befahrbare Strecken, abseits des Asphalts sein.

Danke + Gruss
Jörg

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rg
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BeitragVerfasst am: 28.12.2019 18:46:13    Titel:
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Emphelenswert ist eine Fähre von D ins Baltikum. Da spart man sich den Weg durch PL.
Sehenswert sind die Hauptstädte, Kuhrische Nehrung, Memel, Libau, Windau, Irbene (Radioteleskop), Neuenburg/Jaunpils (Komturei), Trakai, Wesenberg/Rakvere (Burg), Arensburg/Kuressaare.
Frei mit Zelt stehen? Würde ich nicht machen, gerade wenn wenig Campingerfahrung vorhanden ist. Es gibt viele viele kleine Campingplätze bei Bauern am Haus mit Familienanschluß. Da hat man mehr von. Die Jugend spricht auch Englisch, alle auch Russisch, ganz alte Leute auch Deutsch.
Als Literatur Reise-Know-How.
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kleisterfahrer
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BeitragVerfasst am: 31.12.2019 18:35:15    Titel:
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Hallo,

zum Baltikum kann ich leider keine Empfehlung abgeben (außer dass ich das auch mit der Fähre machen würde), aber zum Camping aus jahrzehntelanger Erfahrung:

Unbedingt vorher ausprobieren! Gerade wenn noch gar keine Campingerfahrung vorhanden ist und der/die Partner(in) das womöglich zum ersten Mal macht. Im Frühling mit kleinen Wochenendtouren starten, auf Campingplätze gehen oder auf Bauernhöfe, siehe z.B. https://landvergnuegen.com/

Und ruhig auch mal mit schlechterem Wetter Erfahrung sammeln. Am Campen scheiden sich die Geister, und wenn sie das erst tun, wenn man schon mitten im Baltikum steht, ist das schlecht. Nicht, dass Du allein weiterfahren musst... Für Manche ist Camping gar nichts: Schlafen nahe dem Boden, die sanitären Verhältnisse, nachts der Weg auf´s Klo, nasses Gerödel einpacken, wenn es regnet. Kochen und essen mehr oder weniger im Freien. Damit leben, dass eine gute Kühlbox schon Luxus ist. Dass Viecher durch´s Zelt krabbeln. Schön gesagt, ist Camping leben in der Natur, unfreundlich ausgedrückt, ist es Leben im Dreck.

Du schreibst von einem geräumigen Zelt - was hast Du da? Und welche Lösung stellst Du Dir beim Schlafen vor - Isomatte, Thermarest-Matratze, Luftbett, Feldbett? Die Unterschiede sind gravierend und alles hat Vor- und Nachteile. Mit einem größeren Zelt frei im Gelände stehen, geht meines Erachtens gar nicht: Viel zu auffällig und unflexibel, wenn man den Standort schnell wieder räumen muss. Wenn überhaupt, dann dafür ein unauffälliges kleines Kuppelzelt, das schnell wieder verstaut ist, aber ganz andere Bedingungen schafft und verlangt, als ein "Hauszelt".

Wir haben viele Jahre deshalb 2 Zelte dabei gehabt: ein kleines Kuppelzelt für die schnelle Übernachtung, ein größeres für mehrtägige Aufenthalte. Mittlerweile haben wir - auch nicht mehr die Jüngsten - uns mit einer faltbaren Plattenlösung auf´s Schlafen im Pajero verlegt. Auch kein Hotelbett, aber weg vom Boden, trocken und mit entsprechender Vorsorge insektenfrei. Wenn es kalt wird, mach ich den Motor an. Unauffällig im "freien" Gelände. Optional zu optimieren mit Heckzelt und einem großen Sonnentarp links/rechts/hinten anzubringen, je nach dem, z.B. auf Campingplätzen. Und wenn alle Wetterstricke reißen, ab in eine feste Unterkunft, Hotel, Ferienwohnung oder Ferienhaus, was es gerade gibt.

Ich liebe den Aufenthalt draußen, Einsamkeit, romatische Sternennächte - alles drin beim Camping, aber bloß kein Dogma draus machen auf einer Reise.

Viel Freude bei der weiteren Planung
Hermann
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JoergMoeller
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BeitragVerfasst am: 01.01.2020 17:11:13    Titel:
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Hallo Herrmann,

danke für Deine Zeilen und Anregungen. Das Equipment vor dem "Ernstfall" auszuprobieren ist, zumindest für mich, selbstverständlich. Aber der Hinweis ist natürlich richtig und wichtig.
Nach allem was ich bisher gesehen/gelesen habe, ist es im Baltikum recht einsam und weitläufig und freies stehen kein Problem. Wenn es sich anbietet, habe ich auch nichts gegen einen netten Campingplatz - Dusche, Toilette, Strom und gelegentlich muss man ja auch mal waschen.
Ich habe ein Coleman Deluxe 4 gekauft. Das hat gute Stehhöhe und einen Schlafbereich und einen Wohnbereich. Eigentlich ist es mir etwas zu groß, wenn ich alleine fahren würde, täte es auch eine Nummer kleiner. Aber meine Frau hat Rücken, und ich auch ein bisschen, und diese Neandertalerhaltung beim Anziehen, etc. ist nichts mehr für uns. Zum Schlafen hätte ich an Feldbetten und Schlafsack gedacht. Der Wohnbereich soll die gute Stimmung an Regentagen erhalten ;-) Zudem hat das Zelt noch die Möglichkeit ein Vordach aufzustellen, so dass man auch im Freien sitzen kann und trotzdem ein bisschen Sonnenschutz hat.
Für Schlechtwettertage habe ich daran gedacht mit einer China Luftstandheizung eine mobile Zeltheizung zu bauen. Da gibt es schöne Youtube Videos dazu wie einige das als Heizung fürs Dachzelt nutzen.
Gute Campingstühle und Tisch habe ich letztes Jahr schon auf Jeep Treffen im Einsatz gehabt, eine vernünftige Kompressor Kühlbox, ebenso. Gasgrill, Geschirr, etc. gibt es auch schon einen kleinen Fundus.
Das Thema Toilette beschäftigt mich noch ein bisschen … die Dame muss halt gelegentlich mal … natürlich kann man mit dem Klappspaten los, aber so richtig schick ist das nicht, dann gibt es ja wohl noch die Möglichkeit mit diversen Eimern, Beuteln und Geliermittel, Trocken Trenn Toiletten oder kleine Chemieklos. Momentan favorisiere ich die Eimerlösung (der Jeep bekommt so eine Trashbag ans Reserverad, da können die Beutel rein bis zur nächsten Möglichkeit, dass vernünftig zu entsorgen). Dir Rückbank baue ich aus dem JKU aus, evtl. bastel ich auch noch eine Bodenplatte für Eurokisten. Schlafausbau schließe ich eigentlich aus (wenn es mal regnet wird man, zumal zu zweit, rappelig in der Kiste - von der Artisitk beim An- und Ausziehen mal abgesehen).
Für die Stromversorgung würde ich evtl. noch so eine ~150W Solargeschichte in eine Alukiste bauen (Laderegler, 12V Akku, ….) um die Zeltheizung bzw. Kühlbox zu betreiben/unterstützen.
Ich bin ja eher so der "Leben in der Lage" Typ und kann mich mit größeren und kleineren Widrigkeiten gut arrangieren (wenn ich sie auch zu vermeiden suche), aber meiner Frau muss ich einen gewissen Komfort bieten, damit der Funkt überspringt ;-)

Ich bin halt diesen Pauschalreisen Mist völlig leid - ich will meine Ruhe. Es geht nicht so sehr darum durch Camping Geld zu sparen, sondern darum Landschaften zu erleben wo sonst keiner, oder nur wenige, hinkommen.

Gruss
Jörg

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Thale
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1. GRJ 125, 3T und Zweirädriges
BeitragVerfasst am: 01.01.2020 18:15:29    Titel:
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Hallo Jörg,

das kennst du ja schon: http://www.thales-welt.de/reibalt.htm

Wenn ihr eine ruhige Stelle zum Wild- oder Halbwildzelten gefunden habt, dann braucht man sich in der menschenleeren Gegend nicht wirklich Gedanken um ein Klo machen. Klappspaten sollte definitiv reichen und bei den Zeltstellen mit Minimalausrüstung war immer ein Herzchenhäuschen vorhanden.

Viel Spaß

Thale

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Wenn's einfach wär, dann könnt's ja jeder!
4x4 + Reisen + Enduro: www.thales-welt.de
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rg
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BeitragVerfasst am: 02.01.2020 08:51:09    Titel:
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Es gibt in Europa bis zum Ural praktisch keine menschenleere Gegenden. Jeder Grund und Boden gehört jemanden. Und jeder Grundstücksbesitzer kann sicherlich nachvollziehen, daß man keine ungefragten Zelt-Camper auf seinem Grundstück haben möchte.
Mit Wowa oder Womo ist das schon einfacher, weil man kann ja jederzeit einfach weg fahren. Mit Zelt nicht.
Wir waren mehrfach im Baltikum, allerdings mit unserem damaligen 4x4-Womo.
Feldbetten im Zelt machen nur sinn, wenn das Zelt keinen Boden hat. Ansonsten scheuern die nach wenigen Tagen den Zeltboden durch und dann läuft das Wasser beim nächsten Regen rein, aber nicht wieder raus.
Vielleicht wäre ja ein einfacher kleiner Wowa wie QEK oder Niewiadow eine Alternative?
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kleisterfahrer
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BeitragVerfasst am: 07.01.2020 22:13:01    Titel:
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Hallo Jörg,

das Coleman 4 Deluxe Zelt macht einen guten Eindruck, mindestens der Papierform nach, selbst kenne ich es noch nicht. Besonders gut finde ich, dass das ganze Zelt über Wohn- und Schlafbereich eine einheitliche Bodenwanne aus stabilem PE hat. Oft hat nur der Kabinenbereich einen Boden, oder die Böden sind aus Gewichtsgründen aus ähnlich dünnem Stoff wie das Überzelt, nur nochmals besser beschichtet. Auf solche Böden trifft dann auch das Argument von rg hinsichtlich des Durchscheuerns bei Feldbetten absolut zu. Die faserverstärkte PE-Folie müsste das eigentlich aushalten.

Obwohl die Hersteller heute oft behaupten, dass das nicht mehr nötig sei: Ich würde alle Nähte vorsorglich mit einem Seam-Sealer abdichten.

Das Zelt hat allerdings rund 12 qm - dafür musst Du in freiem Gelände erst mal ebene Fläche finden. Und rg hat recht: irgendwem gehören die und mit 2 m Höhe ist das Zelt ein Turm. Diese von Thale beschriebenen "halbwilden Minimalplätze" scheinen daher besser geeignet für Dein Vorhaben.

Feldbetten bieten den Vorteil: weg vom Boden. Nachteil: Je nach Bauart hat man mehr oder weniger ein "Durchhängen" zwischen den Längsholmen, was die schmale Liegefläche gefühlsmäßig weiter einschränkt. Für Leute mit "Rücken" m.E. eher nichts. Weiterer Nachteil: Der Abstand zum Boden bringt zwar keine direkte Kältebrücke, aber auch keine keine Isolierung. Nackter Schlafsack auf Feldbett ist also nur für wärmere Gegebenheiten ok. Ich würde bei Feldbetten aber auch aus Polsterungsgründen immer noch eine ISO-Matratze drauf legen. Freunde von uns nehmen auch dicke Lammfelle dafür. Dann hat man aber insgesamt schon wieder sehr viel Gerödel zusammen allein für´s Schlafen. Ich persönlich schlafe exzellent auf VAUDE dream 5cm, die polstern hervorragend. Wenn im Zelt auf kaltem Boden, eventuell noch für jede Person ein 80cm breites Luftbett drunter.

Diese Diesel-Heizkästen wären mir viel zu groß. Und zu laut. Wenn Heizgerät, würde ich das auf Gasbasis betreiben, in Abhängigkeit davon, welche Gaslösung ich ohnehin schon betreibe, z.B. für Kocher und Licht. Mit einem Vorläufer von so etwas haben wir vor 35 Jahren gute Erfahrungen gemacht: https://www.fritz-berger.de/artikel/hpv-campingheizer-1094

Die Solarkiste: auch zu groß und zu schwer. Wenn in Deinem Jeep Platz ist (bei mir passt sowas leider nicht rein), bau eine zweite Batterie ein, die nur die externen Verbraucher speist und der Starterbatterie nachgelagert geladen wird. Billiger als alles Solar. Eine gute Kühlbox schaltet ohnehin ab, bevor die Batterie in die Knie geht, und ehrlich - wo fahrt ihr hin? Doch nicht nach Afrika.

Bleibt die Toi - lass auch das. Entweder bist Du abseits jeder Zivilisation, dann Klappspaten (kann ja ein kleiner, diskreter sein). Oder man findet Gelegenheit. Beutel oder Chemie mit transportieren, Klappklobrille am Heckstoßfänger? Never ever...

Viel Spaß bei weiterer Planung, das ist vorgelagerte Reisefreude.

Gruß Hermann
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kleisterfahrer
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BeitragVerfasst am: 07.01.2020 22:42:06    Titel:
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Zitat:
Ich bin halt diesen Pauschalreisen Mist völlig leid - ich will meine Ruhe. Es geht nicht so sehr darum durch Camping Geld zu sparen, sondern darum Landschaften zu erleben wo sonst keiner, oder nur wenige, hinkommen.


Das kann ich allerbestens nachvollziehen. Wir machen seit Jahrzehnten nichts anderes. Das kann man allerdings sagen: Sparen tust du durch diese Art des Reisens gar nichts. Im Gegenteil - Individualreisen mit dem Auto und flexibles Reagieren auf Verhältnisse vor Ort sind nicht gerade superteuer, aber verlangen schon ein gewisses finanzielles Polster. Im Erlebnis und Ergebnis allerdings sind sie: luxuriös!

Wollte noch angemerkt haben
Hermann
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JoergMoeller
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BeitragVerfasst am: 14.01.2020 13:04:57    Titel:
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kleisterfahrer hat folgendes geschrieben:
Hallo Jörg,

das Coleman 4 Deluxe Zelt macht einen guten Eindruck, mindestens der Papierform nach, selbst kenne ich es noch nicht. Besonders gut finde ich, dass das ganze Zelt über Wohn- und Schlafbereich eine einheitliche Bodenwanne aus stabilem PE hat. Oft hat nur der Kabinenbereich einen Boden, oder die Böden sind aus Gewichtsgründen aus ähnlich dünnem Stoff wie das Überzelt, nur nochmals besser beschichtet. Auf solche Böden trifft dann auch das Argument von rg hinsichtlich des Durchscheuerns bei Feldbetten absolut zu. Die faserverstärkte PE-Folie müsste das eigentlich aushalten.

Obwohl die Hersteller heute oft behaupten, dass das nicht mehr nötig sei: Ich würde alle Nähte vorsorglich mit einem Seam-Sealer abdichten.

Das Zelt hat allerdings rund 12 qm - dafür musst Du in freiem Gelände erst mal ebene Fläche finden. Und rg hat recht: irgendwem gehören die und mit 2 m Höhe ist das Zelt ein Turm. Diese von Thale beschriebenen "halbwilden Minimalplätze" scheinen daher besser geeignet für Dein Vorhaben.

Feldbetten bieten den Vorteil: weg vom Boden. Nachteil: Je nach Bauart hat man mehr oder weniger ein "Durchhängen" zwischen den Längsholmen, was die schmale Liegefläche gefühlsmäßig weiter einschränkt. Für Leute mit "Rücken" m.E. eher nichts. Weiterer Nachteil: Der Abstand zum Boden bringt zwar keine direkte Kältebrücke, aber auch keine keine Isolierung. Nackter Schlafsack auf Feldbett ist also nur für wärmere Gegebenheiten ok. Ich würde bei Feldbetten aber auch aus Polsterungsgründen immer noch eine ISO-Matratze drauf legen. Freunde von uns nehmen auch dicke Lammfelle dafür. Dann hat man aber insgesamt schon wieder sehr viel Gerödel zusammen allein für´s Schlafen. Ich persönlich schlafe exzellent auf VAUDE dream 5cm, die polstern hervorragend. Wenn im Zelt auf kaltem Boden, eventuell noch für jede Person ein 80cm breites Luftbett drunter.

Diese Diesel-Heizkästen wären mir viel zu groß. Und zu laut. Wenn Heizgerät, würde ich das auf Gasbasis betreiben, in Abhängigkeit davon, welche Gaslösung ich ohnehin schon betreibe, z.B. für Kocher und Licht. Mit einem Vorläufer von so etwas haben wir vor 35 Jahren gute Erfahrungen gemacht: https://www.fritz-berger.de/artikel/hpv-campingheizer-1094

Die Solarkiste: auch zu groß und zu schwer. Wenn in Deinem Jeep Platz ist (bei mir passt sowas leider nicht rein), bau eine zweite Batterie ein, die nur die externen Verbraucher speist und der Starterbatterie nachgelagert geladen wird. Billiger als alles Solar. Eine gute Kühlbox schaltet ohnehin ab, bevor die Batterie in die Knie geht, und ehrlich - wo fahrt ihr hin? Doch nicht nach Afrika.

Bleibt die Toi - lass auch das. Entweder bist Du abseits jeder Zivilisation, dann Klappspaten (kann ja ein kleiner, diskreter sein). Oder man findet Gelegenheit. Beutel oder Chemie mit transportieren, Klappklobrille am Heckstoßfänger? Never ever...

Viel Spaß bei weiterer Planung, das ist vorgelagerte Reisefreude.

Gruß Hermann


Hallo Hermann,

vielen Dank für Deine Anmerkungen. Du hast natürlich recht, dass Coleman ist ziemlich "mächtig".

Doppelbatteriesystem ist im Diesel JKU platz- und geldmäßig nicht trivial, ich hatte daher gedacht, dass so ein Solardingens für den Start einfacher ist, gelernt habe ich mittlerweile aber auch, dass das nicht billiger wie ein DBS ist.

Bezüglich Feldbett: ich hatte ohnehin eine 5cm self-inflating Isomatte vorgesehen, aber danke für den Hinweis.

Gruß
Jörg

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1. Jimny FJ
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BeitragVerfasst am: 14.01.2020 21:38:04    Titel:
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JoergMoeller hat folgendes geschrieben:
...
Nach allem was ich bisher gesehen/gelesen habe, ist es im Baltikum recht einsam und weitläufig...

Im Baltikum ist es genauso "einsam" wie in Meckpomm.
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Jeepscout
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1. Wrangler JKU 2,8
BeitragVerfasst am: 18.01.2020 00:59:07    Titel:
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M.E. kannst Du Dir den Stromkram sparen. Wir waren 3 Wochen unterwegs, jeden Tag etwas gefahren mit dem Kompressor Kühlbox dran. War überhaupt kein Problem mit der Batterie. Waren aber auch mit mehreren Fahrzeugen unterwegs und hätten überbrücken können. Alleine würde ich mir da ggf. So eine Notstart Powerbank mitnehmen, billiger, leichter und kleiner.
Aber ich weiß nicht warum, aber ich hab den Verdacht Du willst das einfach 😉
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polaramike
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1. Toyota FJ Cruiser 2011
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BeitragVerfasst am: 25.01.2020 21:25:30    Titel:
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Moin!

Das Baltikum ist empfehlenswert, finde ich. Pisten finden sich genug und schöne Landschaft und Strand obendrein.

Ich bin mal so frei, einen Link zu unserem Blog bzw. den Artikeln zum Baltikum zu posten und hoffe, das ist ok: https://www.unpaved.de/tag/baltikum/

Viel Spaß und gute Reise!

Mike

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stubenhocker
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1. T5 Rockton
2. A6 Allroad
BeitragVerfasst am: 29.01.2020 08:36:54    Titel:
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Baltikum ist super: nette Leute, wunderschöne Natur, alles noch recht ursprünglich, in den (Groß)Städten ein schöner Mix aus Alt (Ost) und Neu (West). Ich würde den Landweg bevorzugen: entweder Autobahn/en und Schnellstraßen durchfahren oder sich treiben lassen und auch mal kleine Straßen und Feld-/Waldwege fahren (je nachdem wieviel Zeit zur Vefügung steht). Letzteres lohnt sich besonders in Polen, allerdings muss man da mit der Befahrbarkeit von Waldwegen aufpassen (nicht alle dürfen befahren werden, dies ist NICHT durch Schilder gekennzeichnet).

Alex

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Himmelblaumatt
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1. One ten. BJ 1986. Land Rover
BeitragVerfasst am: 01.05.2020 22:02:30    Titel:
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Meine Berichte aus dem Baltikum.

Viel Spaß damit. Ist zwar schon einige Jahre her. Aber vielleicht hilft das dem einen oder anderen weiter.

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