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Freiheit, oder Sicherheit - einen Versuch ist's wert!
Ein schier endloser Reisebericht...

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Desertcruiser
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...und hat diesen Thread vor 1579 Tagen gestartet!


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BeitragVerfasst am: 25.04.2015 15:54:26    Titel: Freiheit, oder Sicherheit - einen Versuch ist's wert!
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INTRO

Liebes Forum, naja. Schlechter Beginn. Liebe Leserinnen- und aussen... Liebe Leser.
Wie ihr seht, habe ich Kaltstartprobleme.

Der lange Bericht, der hier folgen soll, fundiert auf meinem handschriftlichen Tagebuch - wie immer. Und das ist teilweise derart ausführlich niedergeschrieben, dass mir nun ein riesiger Brocken zu schreiben bevorsteht.
Bitte seid etwas nachsichtig was Tipp- und Rechtschreibefehler betrift.
Der Bericht entsteht nach und nach... Also wird es eine längere Zeit in Anspruch nehmen - wie immer.
Was die Fotos betrifft... Da lege ich jetzt mal ein schwarzes Tuch drüber.
Im laufe der Tour habe ich begonnen, mich etwas näher mit der Fotografie zu beschäftigen. Vorher wars einfach nur Knipserei. Wenn ich mal Internet hatte, lud ich mir Fotoschulen als PDF auf mein Handy runter und begann, mich mit Bildkompositionen usw. auseinanderzusetzen.
Zwar kaufte ich mir vorher eine teure Kameraausrüstung - aber die macht noch keine guten Bilder. Nun musste ich diese mal bedienen lernen...

*****

Wenn euch also ein Bild gefällt/missfällt, dürft ihr mir das gerne mitteilen. Endlose Diskusionen gehören eher aber nicht in diesen Bericht, damit er nicht zerfetzt. Gerne dürft ihr aber Fragen stellen, Bilder komentieren oder Bemerkungen dazuschreiben. Das motiviert unerhört - wie immer!


Wer kommt diesmal mit mir?

Aber der Bericht beginnt nun ganz anders...


Es Grüsst euch
Chrigu

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BeitragVerfasst am: 25.04.2015 16:13:11    Titel:
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...und zwar genau so:

Irgendwo in Nordengland - mit T(h)orsten (Team Wildsau) holte man mal so einen Nissan SAFARI.
Das war dann immer so ne Sache. Der stand lange rum (nicht der Thorsten) und gammelte fast noch vor sich hin (auch nicht der Thorsten). Das geht ja gar nicht...


Das Projekt nahm ich auf Grund einer geplanten Wüstentour in Angriff und zog es bis zum Ende durch.
Irgendwie muss man das mal...

An diesem Auto wurde vor der Abfahrt einfach alles gemacht, was fällig war. Auch bekam er die einen und anderen Extras verpasst - darunter gehen Einzelanfertigungen von RADFLO-Dämpfern usw. Eine Menge Geld, Zeit und Energie fand den Weg in den Safari und nicht mehr zurück.

Was äusserlich so aussieht...


...stellt sich als solche Misere heraus:


Also mal alles raustrennen, sandstrahlen, neu einschweissen un konservieren...


So wird also nächtelang geschweisst, wichtige Teile ausgetauscht und nicht zuletzt die Zuverlässigkeit des Wagens getestet.


Ramme bauen, welche befähigt ist, auch mal einen Fiat UNO einzuschiessen, oder einfach mal nur die Winde spazieren zu fahren und meinen Wagen vor fürchterlichen Umwelteinflüssen schützen können... .


Solar aufs Dach.
Wenn ich mal länger an einem Platz bleiben will, soll meine Gefriertruhe keinen inneren Frühling erleben müssen. Daher kommen Solarzellen aufs Dach. Lange bin ich unschlüssig, wie ich dies lösen will.

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BeitragVerfasst am: 25.04.2015 16:16:39    Titel:
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Ich will euch nicht länger mit Handybildern quälen. Daher erstmal noch etwas zu den Vorbereitungen.

Ich liess also von ORB RADFLO-Stossdämpfer anfertigen. 2,5 Zoll und in der Länge an die Federn angepasst. Expansionsgefässe und eine gute Fertigung. Etwa analog FOX. Wird das Zeugs halten?
Reifen kommen neue drauf. Solche, die ich bereits bei anderen Touren als sehr zuverlässig kennen gelernt habe. Dennoch Reparaturmaterial, welches ich schon oft brauchte.
Dem Motor stelle ich die Ventile ein, das Motoröl und die beiden Ölfilter sind sowieso auf dem Wartungsplan. Den Automaten spüle ich und wechsel auch dort den Filter.
Die Einspritzpumpe dichte ich ab und revidieren mit einem Freund die Einspritzdüsen (Thorsten, das waren noch Deine Anfänge. Sie waren einfach gut und fertig). 130bar Öffnungsdruck haben wir damals eingestellt. AGM Batterien bestelle ich zwei neue (24V) und einen Kompressor verbaue ich fix. Ein Viair 550. Die Vorderachse revidiere ich und beschichte die Achshalbkugeln mit einem harten, aber flexiblen Lack. Radlager muss ich feinfühlig einstellen, das richtige Fett dran.

Dieselvollumen von gut 400l muss Platz finden, ich baue einen Innenausbau.
Wasser muss etwa 80l mit. Zwei Navigationsgeräte, sowie einige analoge Anzeigeinstrumente, welche mich über den Öldruck, die Wassertemperatur, den Ladedruck und über die Spannung der beiden Batterien informieren, finden den Platz im Fahrerraum. Ein Audiogerät richte ich nicht ein.

Diese und noch unzählige weitere Vorbereitungsarbeiten gehören genau so zur minutiösen Vorbereitung, wie die Routenplanung.

Die Zeit drängt, ein Einkauf der Lebensmittel hat noch nicht einmal stattgefunden und ich sollte schon fast los...

Paralell dazu kaufe ich stückweise meine Fotoausrüstung zusammen und versuche mich da mittels dem Benutzerhandbuch etwas einzuarbeiten...

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BeitragVerfasst am: 25.04.2015 16:23:01    Titel:
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Nun ja, wir machen einen kleinen Zeitlichen Sprung zurück.

Ich arbeite in der Gärtnerei. Am Versetztisch. Pflanze irgend ein Gewächs um und bin in Gedanken versunken.
Mein Onkel, der Steff taucht auf. Ganz überrascht schaue ich auf. Er schubst mich an und sagt was von Wüste.
Ich sage ihm trocken: "Ok, machen wir. Wie stellst Du Dir das vor?"

Zeitlicher Sprung vor...
Wir gehen jetzt einfach davon aus, dass es gereicht hat, alles soweit vorzubereiten.
Dass ich paralell dazu noch dem Onkel einen Patrol suchen, aufbereiten und fertigstellen durfte, sei kurz erwähnt. Motor und Getriebe tauschen, Fahrwerk rein (Fahrwerk bei Offroad-Böhlen Thun inkl. Eintragung) usw. Aber das lassen wir jetzt im Detail. Das wirft sonst ein ganz mechanisches Licht auf mich.

Die Planung sieht vor, dass ich mit meinem Onkel runterfahre bis Spanien, natürlich reibungslos, und vor allem ohne Überfälle. Dann in Algeciras die Fähre nehmen und bis nach Ceuta, ebenfalls Spanisch, aber auf den afrikanischen Kontinent, überzusetzen.
In Marokko wollen wir problemlos einreisen (!!!), um dann etwa zweieinhalb Wochen zusammen in diesem sehr abwechslungsreichen Land verbringen zu können.
Unsere Frauen zuhause lassen uns ja schliesslich ziehen.
Wenn diese zweieinhalb Wochen um sind, will ich mich für weitere sechs Wochen alleine in sehr abgelegene Gebiete der Sahara begeben. So sieht jedenfalls der Plan aus.
Wie es schliesslich herauskommt, werden die nächsten Seiten zeigen.

Ja, wer sich bin, wisst ihr ja etwa schon...
Der Mensch, der hier schreibt, sich Desertcruiser nennt und im richtigen Leben Gärtner ist:


Desertcruisers Okel, Steff. Ebenfalls Handwerker...

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BeitragVerfasst am: 25.04.2015 16:26:21    Titel:
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Gestern Abend habe ich noch mehr als 400 Liter Diesel getankt und frisches Gümliger-Wasser aufgefüllt. Der Arsch des Nissan hängt beträchtlich tief...
Ich stelle den Wagen in den Schutz eines Vordaches, um angekündigten Schneefall etwas abzuwehren.

Etwa 03:15 reisst mich der Wecker aus dem wohlverdienten, aber sehr kurzen Schlaf.
So nervös vor der Abreise, schlafe ich meist schlecht ein.


Schlaftrunken torkle ich zur Toilette und werfe nochmals einen Blick aufs Handy.
Die Morgendliche Rasur kommt dran, zum duschen hatte ich gestern Zeit.
Essen kann ich dann im Auto auch noch. Ich versuche, alles irgendwie zu ordnen.
Um den Tag zu beginnen, könnte ich mich vielleicht mal aus dem Badezimmer begeben und den kleinen Rest zusammenpacken. Ich öffne die Türe - und bin sprachlos.
Meine Feundin ist wach, damit rechne ich ja auch. Aber dass mein seit klein auf bester Freund extra angereist ist, um mir am Morgen "Lebwohl" zu sagen und eine gute Reise zu wünschen - damit hätte ich nicht gerechnet!
Etwas Wegzerre gibt er mir auch noch mit. Das sind solche Sachen, die das Leben lebenswert machen.

Gespannt schaue ich aus dem Fenster. Vermiest der erste massive Schneefall etwa meinen Start? Ich muss nur heile die Senke runterkommen, ohne den massiv überladenen NISSAN gleich in der ersten Kurve abzulegen. Dafür habe ich in der Wüste dann noch genug Zeit.
Den Abschied versuche ich kurz und schmerzlos zu gestalten. Ich will los, es zieht mich an allen Haaren in den Süden... Eine Art Sand-Sucht-Syndrom.

Es ist kalt draussen. Wenige Schneeflocken fallen vom nächtlichen Himmel.

Den Zündschlüssel dreht sich heute wie gewöhnlich. Vorglühen. In den Wirbelkammern entsteht eine Gluthitze, das Klacken des Vorglührelais und den damit verbundenen Anstieg der Batteriespannung gibt mir das Zeichen, den Zündschlüssel noch um einen Zacken weiter zu drehen. Der Starterkegel rückt aus und fügt sich in den Zahnkranz der Schwungscheibe ein. Die Kurbelwelle beginnt sich zu drehen, die Stirnräder geben den Takt an, die Einspritzpumpe beginnt zu fördern, während die Ventile ihren Betrieb aufnehmen. Im ersten Brennraum entsteht ein Dieselstaub, welcher sogleich gezündet wird... Der Kolben fühlt sich unter Dreuch, setzt sich dem entsprechend in Bewegung und beginnt, die Kurbelwelle anzutreiben.
Die Last des Starters ist vorbei, er hat seinen Dienst getan.

Eine Tour beginnt.

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BeitragVerfasst am: 25.04.2015 16:33:24    Titel:
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Der Motor stottert noch, stirbt aber nicht ab. Wie ein alter Diesel halt so tut, wenns kalt ist.
Die Senke liegt vor mir. Es ist zum Glück noch nicht schneebedeckt.
Bald fahre ich auf der Autobahn. A12 Richtung Süden. Irgendwo vor Genf werde ich mit meinem Onkel zusammentreffen. Und zwar um 05:00. So der Plan.

Der Schneefall wird so heftig, dass die Autobahn bald weiss ist. Und ich mit Geländereifen und einem völlig überladenen Geländewagen ohne ABS... Nunja, das Leben hält eigentlich auch hier in der Schweiz schon Abenteuer bereit.

Nyon Rastplatz ist erreicht. Gerade noch so pünktlich. Auch Steff fährt gerade heran.
Grinsend steigt er aus und nimmt mich gerade mal beherzt in den Arm.

Heute möchten wir mit diesen vom CW-Wert her etwa einem Backstein gleichenden Autos, um die 1'600km schaffen. Die Schneedecke hält uns davon ab, schneller als 80km/h zu fahren. Und das über eine Wegstrecke von 200km am ersten Tag. Ich bin genervt und angespannt.

Wenn Steff mit seinem Patrol dann doch mal einen Schneepflug überholt, leuchten seine Blinker seltsamerweise schwach und die Blinkfrequenz ist eher "Bääärndütsch-langsam".

So verwundert es mich dann nicht mal, dass mir Steff bei Kilometer 322 (Dieser Tour) funkt, sein Scheibenwischer sei so lahm.... :D
Ich funke zurück, dass er sofort alle elektrischen Verbraucher abschalten und bei der nächsten Raststätte rausgehen soll. Damit möchte ich eine Tiefentladung der Batterie vermeiden, falls da was faul sein sollte. Da scheint ja gewiss was im Argen zu sein.

Die Französische Grenze haben wir bereits passiert.
Wir suchen ein Dach, welches uns bei der Fehlersuche etwas Witterungsschutz vor dem feuchten Pflotsch bieten könnte. Aber da ist nichts Schlaues.
Ich nehme den Multimeter zur Hand und messe mal die Spannung bei erhöhter Drehzahl durch... Die Lichtmaschine ist tot. Oder bewusstlos. Ganz einfach.
Ein Bauteil, welches ich ihm vor etwa einer Stunde noch in die Hand gedrückt habe: "Steff, ich hab Dir noch die versprochenen Ersatzteile". Die Ersatzlichtmaschine ist also schnell hervorgekramt. Fast hätte ich sie vor par Tagen noch vergessen, einzuladen.
Der Wechsel gestaltet sich dann etwas mühsam. Unbequem, kalt und überhaupt... Doch wohl sicher nicht schon am Anfang der Reise solch einen unnötigen Mist...
In einer Stunde ist die Lichtmaschine ersetzt. Der Motor springt wider Erwarten noch an, hat die Batterie anfangs doch noch weniger als 12V angezeigt...

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BeitragVerfasst am: 25.04.2015 16:35:02    Titel:
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So geht nun die Fahrt weiter. Der Blinker blinkt wieder fast wie in Ostschweizer-Manier und der Scheibenwischer zeigt die Scheibe von deren bester Seite.
Wie auch immer...
Die Fahrt durch Frankreich kostet teuer Geld. Immer wieder kommen Mautstationen.

Eine Funknachricht von Steff unterbricht die monotone Geräuschberieselung.
Um die Mittagszeit möchte mein Onkel ein Power-Napping nehmen.
Das Wetter hat etwas aufgehellt und Schnee fällt keiner mehr.

Während ältere, oder eher reifere Damen ihre Katze an der Leine auf der Raststätte spazieren führen, streiche ich mit der Kamera um unsere beiden Dickschiffe herum.
Ich könnte alleine auf dieser Raststätte mehr als einen Tag bleiben und einfach mal die Leute studieren... Unglaublich, was man da so für Gestalten antrift.


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BeitragVerfasst am: 25.04.2015 16:35:39    Titel:
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Doch bald geht es im gewohnten Stil weiter. Steff fährt durch Europa voraus und er strebt an, die vergeudete Zeit etwas aufzuholen. Ein Café-Latte löst das andere ab. Wach muss man sein... Alle zwei Stunden eine Pause und man bleibt schön munter.

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BeitragVerfasst am: 25.04.2015 16:35:39    Titel:
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Desertcruiser hat folgendes geschrieben:
Den Zündschlüssel dreht sich heute wie gewöhnlich. Vorglühen. In den Wirbelkammern entsteht eine Gluthitze, das Klacken des Vorglührelais und den damit verbundenen Anstieg der Batteriespannung gibt mir das Zeichen, den Zündschlüssel noch um einen Zacken weiter zu drehen. Der Starterkegel rückt aus und fügt sich in den Zahnkranz der Schwungscheibe ein. Die Kurbelwelle beginnt sich zu drehen, die Stirnräder geben den Takt an, die Einspritzpumpe beginnt zu fördern, während die Ventile ihren Betrieb aufnehmen. Im ersten Brennraum entsteht ein Dieselstaub, welcher sogleich gezündet wird... Der Kolben fühlt sich unter Dreuch, setzt sich dem entsprechend in Bewegung und beginnt, die Kurbelwelle anzutreiben.
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Eine Tour beginnt.


Super geschrieben! Weiter so! YES

Gruß, Björn

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BeitragVerfasst am: 25.04.2015 16:41:41    Titel:
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Danke Björn! YES

Die Zeit vergeht dann doch irgendwie. Eigentlich möchte ich heute Abend am liebsten mitten in den Dünen übernachten. Aber das klappt zeitlich nicht einmal vielleicht.

Geruch nach verdampfenden Öl veranlasst uns, Steffs Patrol nochmals genauer anzuschauen. Die Leitung der Kurbelwellengehäuseentlüftung zum Ansaugtrakt sitzt lose. Öl tritt aus und ergiesst sich über den branheissen Abgaskrümmer. Das ist in vielerlei Hinsicht suboptimal. Wieso kommt da Öl raus? Klar, weil der Schlauch ab ist, aber wieso so viel?
Nach einer Ölkontrolle stelle ich fest, dass der Motor im Allgemeinen zu viel Öl verbraucht. Was da nicht über den Krümmer geflossen wäre, hätte der Motor halt einfach sonst einverleibt. Und zwar ohne solch ein mahnendes Geruchsbeispiel.
Es gilt nun, den Ölstand immer sorgfältig zu überprüfen. Was kommt wohl sonst noch so negatives an diesem Auto zum Vorschein? Zuerst die Lichtmaschine, nun das? Mich beschleicht ein schlechtes Gefühl. Ganz ein schlechtes. Etwas mehr als einen Liter Öl auf 1'000km ist für mich einfach zu viel. Zumal ALLE meine RD28T kein Öl verbrennen. Das tropft wennschon irgendwo raus, aber einfach so in den Ansaugtrakt verschütten? Eher nicht, nein.

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BeitragVerfasst am: 25.04.2015 16:43:31    Titel:
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Die wundervolle Abendstimmung kann den bitteren Beigeschmack der Technischen Schwierigkeit einfach auch nicht verdrängen. Steffs Stimmung lässt sich davon völlig nicht beeindrucken. Er nimt das Leben, wie es kommt. Vorbildlich.



Wir legen eine etwas niedrigere Marschgeschwindigkeit fest, um den "kleinen" Motor (RD28T) nicht ständig über 3'000rpm drehen lassen zu müssen. Der Verbrennungsdruck ist ohnehin schon recht hoch. Und wenn da allenfalls noch was mit den Kolbenringen... Nein, nicht weiterüberlegen. Weiterfahren. Der Eimer schafft das schon.

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BeitragVerfasst am: 25.04.2015 16:45:59    Titel:
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Schon lange fahren wir durch Spanien.
Unsere Konzentration lässt etwas nach. Zeit für eine Pause mit Verpflegung.
An einer Raststätte (nicht ganz sicher, obs diese ist), wo man mir vor Jahren mal die Reifen aufgeschlitzt hat, machen wir Halt.
Steff nimmt wieder ein Schläfchen und ich geniesse die Stimmung.
Etwas aussteigen und ein par Schritte spazieren tut enorm gut. Hat man in den Schalensitzen doch eher wenig Bewegungsfreiheit. Auch wenn sie sehr bequem sind...



Des Onkels 15min sind um. Weiter gehts. In Südspanien wollen wir nun einen Schlafplatz suchen. Wir bewegen uns mittlerweile auf einer Mautbefreiten Schnellstrasse. Da kann man gut auch mal die Bahn verlassen und einfach an einen Olivenhain parken und sich hinlegen.
Das machen wir dann auch. Schliesslich bin ich nun 22h auf den Beinen - davon 20h gefahren und 1'576km zurückgelegt. Immerhin. Wir mussten doch einiges aufholen. Onkelchen, Du hast dich wacker geschlagen!!!
Todmüde sinke ich auf die brettharte Matrazen. Ja es sind drei Einzelteile. Dazu später wohl mehr... Schlafen definiere ich jedenfalls etwas anders. Aber immerhin gehts jetzt ums Ausruhen.

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BeitragVerfasst am: 25.04.2015 16:48:54    Titel:
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Früh schellt der Wecker und der 28. Dezember 2014 beginnt.
Was machen wir nun mit diesem angebrochenen Tag?

Ich denke: Fahren! Ja, noch etwa 600km fehlen uns, bis wir in Algeciras im Hafen einfahren können. Das Fährticket kriegen wir unterwegs. Immer wieder steht auf grossen Tafeln "Tickets Ceuta - Tanger" und wir schlagen bald mal zu.
Für 149€ lässt sich im 4x4 der Kanal überqueren. In den letzten Jahren hat sich der Preis fast verdoppelt. Auf der ersten Überfahrt um '07 wars noch massiv günstiger.

Nach Stunden treffen wir also am HAfen ein und das Verladen geht dann zügig.
Die 16:00 Fähre erwischen wir und amüsieren uns auf dem Deck die ganze Überfahrt lang an alten Geschichten.
Es könnte noch angemerkt werden, dass ich bei allen früheren Reisen von Tarifa aus nach Tanger verschiffte. Dass ich diesmal von Spanischem auf Spanisches Hoheitsgebiet verschiffe, hat einen ganz speziellen Grund.
Ich zitiere frei aus einem meiner älteren Reiseberichte...

Desertcruiser hat folgendes geschrieben:
Am zweiten Tag stehe ich bei Zeiten wieder auf.
Schliesslich will ich heute früh auf die Fähre, um auf meinen Wunschkontinent zu gelangen.

Das wunderschöne Morgenrot bringt mich in gute Form!


Wenn ich jedoch gewusst hätte, was mich heute erwarten wird, wäre ich nicht aufgestanden. Definitiv nicht.

(Text aus dem Zusammenhang, entfernt)

Schliesslich schaffe ich es dann aufs nächste Schiff.
Die Grenzformalitäten auf dem Schiff gehen zackig.
Der Ablad von der Fähre ebenfalls.

Nun beginnt die ganze Zollschlacht. Auch da sind sie heute ausgenommen schnell. Dennoch ist schon Mittag!
Sofort kommen wieder "Helfer" und bieten ihren Dienst an. Da es für mich schon eher der Routine gleicht, lehne ich dankend ab. Als sie meine vielen Stempel im Pass sehen, glauben sie mir auch.

Nun muss ich nur noch auf meine Carte-verte warten. Ein dreilagiges Dokument, welches die Daten des Fahrzeuges beinhaltet.
15 Minuten sind erst verstrichen.

Nun kommt der Zollbeamte zu mir und sagt, bei mir sei etwas nicht in Ordnung. "Sie haben 2 Fahrzeuge hier in Marokko" Wem kommts bekannt vor?

Ich verneine dies und weise auf den am Anfang des Jahres '12 behobenen Fehler hin.

Mein ehemaliger 4,2er Patrol scheint da also noch im System drin zu sein. Anfänglich muss ich noch lachen.

Doch nun beginnt eine nervenaufreibende Geschichte...

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1. Nissan Safari Y60TD42T
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BeitragVerfasst am: 25.04.2015 16:49:46    Titel:
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Desertcruiser hat folgendes geschrieben:
Ich werde nun also zwei ganze Stunden von einem Posten zum anderen geschickt.
Einige Köpfe am Zoll kenne ich noch. Selbst der Mann, der mir versichert hat, dass der Patrol aus dem System rausgenommen wurde.

Sie sagen mir, dass ich mit diesem Fahrzeug nicht einreisen könne, da ich schon eines da habe.

Ich biete ihnen an, per Fax eine Kopie des Fahrzeugbriefes anzufordern. Als Beweis der Zulassung in der Schweiz dürfte dies ausreichen. Dies wollen sie nicht. Die Handys (per Mail) und Faxe seien privat und werden nur zu privaten Zwecken verwendet. Hau mich, ich bin der Frühling
Mein Gemütszustand = schäumend vor Wut.

Sie erlauben mir, vom alten Hafen in Tanger per Taxi nach Tanger MED zu reisen und schauen, ob vielleicht das Problem da sein könnte. Schliesslich sei ich da auch schon mal ausgereist! Jeder versucht den Fehler so abzuschieben. Selbst damals Januar '12 im Süden wollte niemand zuständig sein.

Das Angebot mit dem Taxi verspotte ich nur. Daraufhin wollen sie meinen Zündschlüssel. Den gebe ich ihnen auch nicht ab. Da wird der Chef richtig wütend. Ich gehe zum Fahrzeug und nehme den Ersatzschlüssel schon mal auf mich.

All den Forderungen komme ich nicht nach, weil der Fehler ganz eindeutig nicht bei mir liegt und dies einfach nur eine Schickaniererei ist. Ende der Fahnenstange.

Ich drohe an, dass ich mit der Fähre wieder zurückfahren werde - was sie promt gutheissen!

Dies will ich auch umsetzen und nehme mir vor, nicht mehr nach Marokko zurückzukommen. Das Retourticket habe ich bereits in der Tasche. Dann kommt noch so ein Tee Mensch. Der will mir garantiert noch Tee verkaufen, bevor ich definitiv verschwinde. Barsch sage ich ihm, dass er den Tee selber saufen solle...
Er ganz eingeschüchtert: "oh, da ist doch ein Geschenk. "Mir tut es leid, dass sie dich so behandeln..."
Danke, ist echt lieb gemeint.

Aber ich habs gesehen und komme nie wieder! Zu solch eingeschränkten und betriebs-blinden Beamten komme ich nimmermehr auf Besuch.

Die Ausreiseformalitäten sind sehr schnell erledigt. Man weicht mir aus und alles geht sehr reibungslos. Hab wohl einen sehr roten Kopf.
Nur, warum muss ich jetzt den Blauen Patrol nicht verzollen? Um das ginge es ja doch eigentlich, oder?
Natürlich provoziere ich noch einen Beamten mit diesem Gedanken.

Selbst auf der Fähre kriege ich meine Wut nicht weg.
Ich schaue auf die Weltkarte. Hmm, wooooo gehe ich jetzt hin?

Die Fähre legt ab. Adieu Afrika...

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Desertcruiser
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BeitragVerfasst am: 25.04.2015 16:52:23    Titel:
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So. Mit diesem Vorwissen könnt ihr vielleicht nachvollziehen, wieso ich direkt nach Ceuta verschiffe, und nicht auf Marokkanischen Boden.
In Ceuta gibts dann eine Zollstation zwischen Spanien und Marokko. Wenn irgendwas nicht klappen sollte, kann ich immer wieder nach Spanien zurück, bis sie mich reinlassen.

*****

Der Entlad geht zackig. Wir können fast als erste von Bord.
Wir suchen uns den Weg zum Zoll. Die ganze Blechflut wälzt sich wohl da hin. Man wird fast mitgerissen.
Die Ausreise funktioniert wie am Schnürchen. Die Spanier wollen nicht einmal den Pass sehen.
Wer nun meine beiden Zitate oben durchgelesen hat, der weiss, was jetzt kommt.

Alles fein mit der Einreise. Dann mit den Fahrzeugzollpapieren zum Abstempeln.
Da sagt doch der Mann hinter dem Schalter: "Sie haben da einen Eintrag. Es scheint, als hätten sie bereits ein Auto in Marokko."
Klar, ich schäume bereits vor Wut. Jeeedes Auto habe ich jeweils wieder ausgetragen und ausgeführt. Aber jeedes Hinterste und Letzte...
Nun stehe ich da. Am Schalter. Kann nicht nach Marokko einreisen.
Haha, selber schuld. Aber ich habe da schon noch so was vorbereitet. Sozusagen einen Jocker. Mit dem gehe ich sorgfälltig um. Denn ich will euch ja nicht wieder mit solchen Zollgeschichten langweilen...

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